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Juni 2001

From: nico@lewonze.de (Nico Hoffmann)
Newsgroups: de.talk.jokes
Subject: Re: JOKE
Date: 24 Jun 2001 18:23:52 GMT
Message-ID: <slrn9jc8qv.6vd.nico@usenet.lewonze.de>
"Thomas Pätzold" < Thomas_Paetzold@s.maus.de> meint:

> Hallo Nico,
>
> Tschüß

Hallo auch.

Nun, die Anrede ist richtig, das Komma hinter meinem Vornamen
sitzt korrekt, und auch die dann folgende Leerzeile orientiert
sich am üblichen guten Geschmack. Die Anrede gefällt außerdem
gut, denn sie hat eine persönliche Note, ohne aber aufdringlich
oder platt zu wirken. Viele Autoren scheitern an diesen
esentiellen Feinheiten.
Die Grußformel ist schwungvoll, nicht zu wuchtig, aber auch nicht
oberflächlichh. Besonders durch die letzten beiden Buchstaben,
die eigentlich nur in der deutschen Sprache vorkommen, vermittelt
sie in den Weiten des Usenets ein regional-heimatliches Gefühl
und ein wenig Geborgenheit. Zudem führt sie den Leser an das Ende
des Artikels, ohne den Eindruck eines aprupten Abbrechen zu
erzeugen.

Ein sehr vielversprechendes Stückchen Literatur also. Der
anspruchvolle Leser darf hoffen, von diesem Autor in naher
Zukunft ein weiteres Zeugnis seiner hohen Schreibkunst genießen
zu dürfen.

N.
Newsgroups: de.etc.bahn.eisenbahn
Subject: Re: Befoerderungsfaelle
From: joerg.jonas@gmx.de (Jörg Jonas)
Date: Tue, 26 Jun 2001 06:22:28 GMT
Message-ID: <3b381cea.1518503@news.cis.dfn.de>
On Mon, 25 Jun 2001 10:26:33 +0200, tobias b koehler <tbk@uncia.de>
wrote:

> Holger Koetting wrote:
>
> > Bitte besorge Dir einen ironiefaehigen Newsreader. Alternativ auch das
> > Sarkasmus-Plugin.
>
> Ironie und sarkasmus funktionieren die ersten paar mal.
> Der begriff "Beförderungsfall" fällt hier aber jede woche
> ungefähr 100 mal (grob geschätzt), da kann nicht mehr von
> einem stilmittel, sondern nur noch von einer schreibgewohnheit
> die rede sein.

Es gibt nicht gar so viele Begriffe, mit denen man 'Beförderungsfall'
und den Service beschreiben kann. Wir können ein kleines Wörterbuch
beginnen...

A
Anschlußzug: Der Zug, den der 'Beförderungsfall' unbedingt erreichen
muß aber nur selten erreichen kann.

Arsch, Arschloch: Selten genutzte Umschreibung für 'Beförderungsfall'
von Zugbegleitern. Gelegentlich auch für 'Chef', 'Kollege',
'Fahrdienstleiter' oder andere Personen benutzt.

Auskunft: Gibt der Mitarbeiter am 'Service-Point', der 'Kin',
'Schaffner' und manchmal auch der 'Zugführer'. Oder auch nicht.

B
Beförderungsfall: Lieblos und mit wenig Service beförderderter
'Reisender'.

C
Chef: Ist immer verantwortlich für die jeweilige Misere, die der
'Beförderungsfall' erdulden muß (siehe auch 'Transportleitung',
'Zugführer', 'Arsch').

D
Dummkopf: Jeweils das Gegenüber auf der anderen Seite des Schalters.

E
Einfahrsignal: Zeigt so lange rot, bis der Anschlußzug abgefahren ist.

F
Fahrdienstleiter: Läßt genau den Zug nicht in den Bahnhof, in dem der
ungeduldige 'Beförderungsfall' sitzt. Läßt genau den Zug pünktlich
abfahren, den der 'Beförderungsfall' noch erreichen möchte.

Fahrer: Siehe auch 'Lokführer'

Fahrgast: Ein 'Beförderungsfall' erster Klasse oder ein
'Beförderungsfall', der einen 1A-Service erhält. Im Gegensatz zu
diesem wird der Fahrgast wie ein gerne beförderter Gast behandelt. Das
hängt vom Zugbegleiter ab (siehe auch 'KiN', 'Schaffner', 'Dummkopf').

G

H
hilfsbereit: Hilfsbereit sind die Servicemitarbeiter immer, wenn die
Hilfe nicht zu lange dauert, nicht in die Frühstücks-, Mittags- oder
Kaffeepause fällt, nicht das Schichtende verzögert, nicht zu viel
Arbeit macht, der 'Beförderungsfall' und und und...

I
Idiot: Siehe 'Dummkopf'

J

K
KiN: Kundenbetreuer im Nahverkehr (siehe 'Schaffner', 'Zugbegleiter').
Kümmert sich, je nach Laune, um 'Fahrgäste' oder 'Beförderungsfälle'.

kleinschreibung: nervt, weil sich ein text mit großbuchstaben besser
liest. wird von werbetreibenden aber auch von newsgroupschreibern und
manchmal von 'beförderungsfällen' benutzt.

Kollege: Wird sich irgendwann um den Wunsch des 'Beförderungsfalls'
kümmern. Ist immer zuständig. Kann (fast) nie gefunden werden.

Kunde: Hat eine beliebige Fahrkarte gekauft oder möchte eine Fahrkarte
kaufen.

Kutscher: Siehe auch 'Lokführer'

L
Langsamfahrstelle: Oftmals Grund für eine 'Verspätung' und damit der
Auslöser für die Anfrage eines 'Fahrgasts' oder 'Beförderungsfalls' an
den 'Kin' mit der Bitte dem 'Fahrdienstleiter' Bescheid zu sagen, daß
der Anschlußzug nach xy noch warten soll.

Lokführer: Siehe auch 'Kutscher', 'Fahrer', 'Triebfahrzeugführer'.
Sitzt an vorderster Stelle im Zug und versucht, diesen mit einer
möglichst geringen Verspätung ans Ziel zu bringen. Ist meist nicht
verantwortlich für eine Verspätung, außer wenn er verschlafen hat.

M
Mitropa: Die Abwesenheit von Service; schlechtes Essen; teure
Getränke.

NOPQ

R
Reisender: Alter Begriff für 'Beförderungsfall'. Wird heutzutage immer
ungebräuchlicher, da man nicht mehr reist, sondern eben mal
irgendwohin fährt.

S
Schaffner: Alter Begriff für 'KiN'. Wird oft benutzt im Zusammenhang
mit 'Bundesbahnern'. Kennt die Anschlußverbindungen und den
betrieblichen Ablauf perfekt, ist aber meist unfreundlich, weil er die
schwere und verantwortungsvolle Aufgabe hat, den Zug pünktlich ans
Ziel zu bringen.

Schlange: Eine mehr oder minder geordnete Ansammlung von
'Beförderungsfällen', die 'Service' möchten.

selbstverladendes Stückgut: Abwertende Bezeichnung für die abwertende
Bezeichnung 'Beförderungsfall'. Anders gesprochen: Der Fahrgast reist
1. Klasse, der Beförderungsfall fährt in der 2. Klasse und die Leute
mit dem SWT sind nicht mehr als 'selbstverladendes Stückgut'.

Service: Kann der Besitzer eines SWT nicht verlangen und bekommt er
auch nicht. Besteht aus 'Auskünften', 'Taxigutscheinen' und Ähnlichem.

Service-Point: Hier können sich 'Beförderungsfälle' aufstellen, um
ihre Wünsche und Beschwerden loszuwerden. Auch für 'Taxigutscheine'
wird man dorthin geschickt. Der Service-Point ist immer dann
geschlossen, wenn alle wichtigen Anschlußzüge verpaßt worden sind.

SWT: Auch SchWeineTicket genannt. Damit dürfen maximal fünf Personen
an einem Tag am Wochenende die Abwesenheit von Service genießen.

T
Taxigutschein: Ist die letzte Konsequenz aus einer 'Verspätung'.
Taxigutscheine sind ein wertvolles Gut, deswegen braucht der
'Beförderungsfall' sehr viel Geduld, wenn er einen Taxigutschein
bekommen möchte.

Toilette: Es gibt zu wenige davon, sie sind eigentlich immer
schmutzig, kaputt oder besetzt.

Triebfahrzeugführer: Anderes Wort für 'Lokführer'. Hat eigentlich auch
dieselben Aufgaben und dieselben Aussichten, bei einer größeren
Verspätung gelyncht zu werden.

U
Umsteigen: Eine prima Gelegenheit, einen wichtigen Zug zu verpassen.

V
Verspätung: Ist der Hauptgrund, um sich an der 'Schlange' am
'Service-Point' anzustellen.

WXY

Z
Zug: Der 'Beförderungsfall' steht oder sitzt im Zug und kann aus dem
Fenster schauen, wenn der Zug nicht im Tunnel ist. Wenn ein Mensch
einen Zug betritt, wird er zum 'Beförderungsfall'.

Zugführer: Ist der 'Chef' in dem Zug.

-JJ
From: Jan Spitzner <Jan.S@gmx.de>
Newsgroups: t-online.talk.allgemein
Subject: Rechtschreibreform (was: Re: Kein Zugang mehr mit Tarif flat)
Date: Wed, 27 Jun 2001 22:14:55 +0200
Message-ID: <9hdern$d6r$02$2@news.t-online.com>

Anmerkung: Es geht um die Schenkung mehrerer t's und um die
Rechtschreibung im Allgemeinen ;-)
Andreas 'Hulupaz' Gabold schrieb:

> Nur eins? Ich braeuch'e aber mehrere, sons' is' das mi' dem
> Schreiben, hier in diesen "Suppor'gruppen" (ich woll'e NG schreiben,
> aber da kaeme kein ' vor - <bg>), nich's. Irgendwie is' das je'z'
> doch e'was unleserlich oder komms' Du dami' zurech'? <eg>

Es geht doch nichts über eine einfache Rechtschreibung.
Fünf Schritte, die die Arbeit wesentlich erleichtern:

Erster Schritt: Wegfall der Großschreibung!

einer sofortigen einführung steht nichts im wege, zumal schon viele
graphiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schärfungen!

dise masname eliminirt schon di gröste felerursache, das hate onein
nimand kapirt.

driter schrit: v und ph werden durch f ersetzt, z und sch durch s!

das alfabet wird um swei buchstaben redusiert, sreibmasinen
fereinfachen sich. wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt
werden.

firter srit: q, c und ch werden durch k ersetst, j und y durch i, pf
durch f!

iest sind son seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan sofort fon
neun auf swei iare ferkürst werden, anstat aktsig prosent
rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi, reknen mer
geflegt werden.

fünfter srit: wegfal fon ä, ö, ü!

ales uberflusige ist iest ausgemerst, di ortografi wider slikt und
einfak. naturlik benotigt es einige seit, bis dise fereinfakung
uberal riktik ferdaut ist, fileikt satungsweise ein bis swei iare.

anslisend durfte als nakstes sil di fereinfakung der nok swirigeren
und unsinigeren gramatik anfisirt werden.

mit einem ersligen grus an ale deutslerer
  ian
From: Holger Lembke <holgerspam@hlembke.de>
Newsgroups: de.soc.recht.misc
Subject: Re: Auto blockiert
Date: Wed, 27 Jun 2001 18:31:40 +0200
Message-ID: <b92kjtkbiejgaq4oa90e8osc0odhip1fgm@news.welfen.net>

submitter's note: Der Ursprungsposter hat einen Busfahrer zugeparkt, der
5.000 DM Schadensersatz verlangt hat, weil er zu spät zu seiner Sicht
gekommen ist ... auf den lustigen Teil gekürzt
"Jürgen Veile" <jveile@web.de> wrote:

>Ich bin juristischer Laie und möchte daher wissen: Kann das passieren? Für
>mich hört sich das völlig überzogen an. Angenommen, der Typ wäre
>Geschäftsmann gewesen und hätte wegen mir einen Vertrag über 1 Mio. DM nicht
>unterzeichnen können, könnte er mich dann auf 1 Mio. verklagen?

Schlimmer noch: nimm an, der wäre
Doppelstock-Bus-mit-Anhänger-Nur-für-Geschäftleute-die-Verträge-über-1-Mio-u
nterzeichnen-wollen-Fahrer.

Das wird teuer.
From: Andreas Schulz <andamus@t-online.de>
Newsgroups: de.comm.anbieter.festnetz.misc
Subject: Re: Die Telekom nimmt das CbC-Inkasso aber ernst :-)
Date: Thu, 28 Jun 2001 14:43:52 GMT
Message-ID: <20010628.14435294@work.andamus.de>
Am 28.06.2001, 15:43:02, schrieb andyusenet@warperbbs.de (Andreas Moog):=
 [...]

> Aber bisher die beste Rechnung/Mahnung habe ich von Talkline bekommen:
> 0,00DM, bei Nichtzahlung wurde mir ein gerichtliches Mahnverfahren
> angedroht.

Und, hast Du gezahlt?

Andreas
From: "Christian Bergmann" <christian.bergmann_03-01@mail-4-you.de>
Newsgroups: de.soc.recht.misc
Subject: Re: Rechtsempfinden - war: Ordnungswidrigkeit
Date: Fri, 29 Jun 2001 00:52:21 +0200
"Ellen Fink" <talena@talena.de> schrieb

> um die Straftat aufzuklären. Nur, wenn sich bei den
> Ermittlungen nichts ergibt, dann können die Kollegen auch
> nichts tun... nicht jede Straftat ist _aufklärbar_.

Und nicht bei allen wird es versucht. Ein Beispiel (Einbruch und Diebstahl in
meinem Wagen) hatte ich ja schon genannt. Ein anderes: Einer Freundin wurde
einmal das Schloß geknackt und das Fahhrad geklaut. Sie zeigte es an, die
Polizei machte Ihr aber wenig Hoffnung, daß sie es je wiedersehen würde.
Einige Zeit später sah sie es aber wieder. Der Dieb (oder gar jemand, dem er
es verkauft hatte) benutzte es offensichtlich in der gleichen Stadt. Es war
(mit einem neuen Schloß) an einer Laterne festgeschlossen.

Die Freundin rief nun die Polizei an und wollte, daß jemand zur
Täterermittlung rauskommt. Es kam aber niemand. Der Beamte am Telefon sagte:
"Wenn Sie sicher sind, daß es Ihr Rad ist, kaufen Sie sich eine Säge, sägen
das Schloß durch und klauen es sich wieder zurück. Wenn ein Passant sie
anspricht, sagen Sie einfach, die Polizei hat es erlaubt".

Mich hat das ziemlich sprachlos gemacht.

Grüße, Chris

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