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November 2001

Subject: Re: Es droht ein globaler Verkehrs- und Umweltinfarkt
Date: Mon, 12 Nov 2001 13:12:51 +0100
From: Christoph Müller <christoph_mueller_ibm@t-online.de>
Newsgroups: de.soc.verkehr
Stefan Zickenrott schrieb:
>
> Christoph Müller schrieb:
>
> > Hier in IN ist es so,
>
> Ingolstadt, da war doch was...?
>
> Ach ja, das war diese kleine Stadt am Audiwerk oder?

Genau so ist es. Die Stadt liegt am Südtor.

Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
From: Way2fast@gmx.net (Fast)
Newsgroups: de.soc.subkultur.bdsm
Subject: Re: Bloody Newbie
Date: Wed, 14 Nov 2001 20:00:24 GMT
Message-ID: <3bf2cc1d.739004@news.CIS.DFN.DE>
On Wed, 14 Nov 2001 09:09:19 GMT, "Alexander Lehner"
<alexander.lehner@chello.at> wrote:

>mich beschäftigt die Fantasie einer Frau bedingungslos unterworfen zu sein
>schon seit längerer Zeit.

dann solltest Du heiraten.

F.
Subject: Re: Kontrast fuer effektives Lesen
Date: Tue, 13 Nov 2001 13:09:20 +0200
From: r.kersten@BILKINFO.de (Rainer Kersten)
Message-ID: <36f3df79.9901.4605@RAINER.BILKINFO.de>
Newsgroups: de.comm.infosystems.www.authoring.misc

[ Auf den wesentlichen Teil gekürzt. MI ]
michael meinte am 12.11.2001:

> > Selbst dann wäre es ein einfaches Design, Du muß Deine Seite irgendwie
> > "bekleiden", ob gut oder schlecht, ob schlicht oder aufwendig, alles
> > fällt unter dem Kategorie Design.
>
> Wenn ich HTML schreibe, "bekleide" ich meine Seite überhaupt nicht.

So interessant diese Diskussion auch ist, wir sollten uns dringend auf
eine Definition von "Design" einigen, sonst wird das nie was.

> <h1>Willkommen auf meiner Website</h1>
>
> <p>Dies ist die Website von Michael Jendryschik. Sie finden hier:</p>
>
> <ul>
> <li>Interessante Texte über´s Webauthoring</li>
> <li>Eine Linkliste zum Thema Usenet</li>
> <ul>
>
> Wo ist hier Design?

Na, oben is ne grosse Überschrift, darunter kommt ein kurzer Text in
einem Absatz, und dann eine eingerückte Liste. IMO ist das ein simples
Design.

<mode="marketing">
Verehrte Damen und Herren!

Unser neues Design für Ihre Internet-Präsenz zeichnet sich durch seine
überragende Schlichtheit in der Tradition des Bauhauses und extreme
Usability aus. Durch die hohe Prägnanz der Text-Elemente erreichen wir
hier eine unübertroffene Coorperate Identity. Die wesentlichen
Stichworte müssen sich dem potentiellen Opfer äh... Kunden nachhaltig
ins Gedächtnis brennen.

<laserpointer mode="on" target="leinwand">
  <kreisbewegung>
Dies erreichen wir hier durch den grossflächig
einfarbig-weissen Hintergrund, auf dem Ihre Aussagen optimal zur
Geltung kommen.
  </kreisbewegung>
</laserpointer>

<laserpointer mode="on" target="...">
</laserpointer>
Äh... Moment...

<looserpointer mode="battery_change" />
Sie sehen hier...

<laserpointer mode="on" target="...">
</laserpointer>

<laserpointer mode="throw" target="trash" />

<ausfallschritt target="leinwand" />
Sie sehen hier...

<stoss target="listentexte" speed="staccato">
...die wesentlichsten Produktgruppen den Grundlagen Ihrer
Firmenphilosophie zugeordnet.
</stoss>

<stoss target="listenbullets" speed="staccato">
Die optimale Abgrenzung von- und gleichzeitig Inbeziehungsetzung
zueinander geschieht durch das neue, von uns extra für Ihre
individuellen Bedürfnisse zugeschnittene "list-bullet-system", dass
sicherlich neue Masstäbe im Netz setzen wird.
</stoss>

<schlender shape="kreis" mode="cool">
Meine Damen und Herren, Ihre Internet-Präsenz muss sich von allem
abheben, was bisher im Netz erreichbar ist. _Und_ _das_ _wird_ _so_
_sein_, wenn wir das für Sie machen! Ihre Plazierung in den
Suchmaschinen ist selbstverständlich ganz oben. Ich sage: _Ganz oben!_
So weit oben, dass Ihre Konkurrenz nicht mehr zu sehen sein wird.
</schlender>

<pluster size="auf">
Wir garantieren Ihnen _den_ Internet-Auftritt des neuen Jahrtausends
mit unserer,
aufihrespeziellenindivuduellenbedürfnissezugeschnittentechnologie.

Ich danke Ihnen für die Chance, dieses bahnbrechende Konzept Ihnen
exclusiv als erstes vorstellen zu dürfen.

  <beug mode="ver" quant="knapp">
Danke.
  </beug>
</pluster>

</mode>

Und Du sagst, das sei kein Design?

Gruss Rainer
Subject: Re: Sample: Flügelschlagen (nicht ganz ernstnehmen ;)
From: Erhard Schwenk <eschwenk@fto.de>
Newsgroups: de.rec.musik.machen
Date: Wed, 14 Nov 2001 01:43:34 +0100
Message-ID: <3BF1BE36.1AEF2165@fto.de>
Erik Hüther schrieb:
>
> "Philipp Arndt" <Phillipp.Arndt@de.bosch.com schrieb:
>
> > Ich brauche für ein Hörspiel ein sample
> > eines großen Drachen, der mit den Flügeln schlägt (so ein flap
> > flap... *g*)
>
> Ganz einfach: Du suchst Dir eine Höhle, in der noch ein Drache lebt
> (ich hab gehört, in manchen Gegenden Rumäniens soll's noch welche
> geben), nimmst natürlich ein hochwertiges Kondensatormikrophon
> nebst Rekorder (DAT würde ich empfehlen) lockst den Drachen vermittels
> einer Jungfrau raus, passt auf, daß er Dich nicht anfackelt oder gar
> das Equipment, schickst dann die Jungfrau schnell weg, sobald der
> Drache kommt, dann wird er ihr hinterherfliegen, dann musst Du nur noch
> auf den Aufnahmeknopf drücken und hastenichgesehn hast Du Dein Sample.

Soweit korrekt, ich würde aber in diesem speziellen Fall eher ein
möglichst Pegelfestes Stereo-Großmembranmikrophon empfehlen. Das hat
eine linearere Tiefenaufzeichnung und ermöglicht eine sinnvolle
Fernfeldaufzeichnung - bei Drachenflügeln mit konstantem Abstand ins
Nahfeld zu gehen erscheint mir etwas schwierig ;). Außerdem kriegt man
so auch gleich den Hall der Höhle mit und muß deshalb nicht aufwendig
nachverhallen.
Newsgroups: de.rec.spiele.rpg.misc,de.alt.fan.fruehstyxradio
Subject: [LOGFILE] Netcops
From: Clemens Meier <clmeier@lili.uni-bielefeld.de>
Date: 14 Nov 2001 21:52:57 +0100
Message-ID: <q9lmh9m5w6.fsf@lili2.lili.uni-bielefeld.de>
Organization: Universitaet Bielefeld, Linguistik und
              Literaturwissenschaft, Germany
Mein Name ist Clemens Meier.
            Und dies ist das Logfile einer Reise durch die
             Newsgroups der Bekloppten und Bescheuerten.
                                                Hier ist mein Bericht.

Läßt  man die  technischen Details  außer acht,  präsentiert  sich das
Usenet als  Demokratie, und  wie jede Demokratie  ist auch  das Usenet
nichts  weiter  als  die  Diktatur  einer  Minderheit  selbsternannter
Weltverbesserer über eine Mehrheit von  Nutzern, die es nur als Mittel
der Kommunikation auffassen und nicht die nötige Penetranz aufbringen,
sich  ständig  in  die  Angelegenheiten anderer  Leute  einmischen  zu
müssen.  Leider ist  das Netz noch nicht lange genug  auf der Welt, um
die  Schutzmaßnahmen   erworben  zu  haben,  die   in  den  weltlichen
Demokratien  eine  allzu  krasse  Ausbeutung der  Mehrheit  durch  die
politische   Klasse   verhindern.   Nun   geht   es  im   menschlichen
Zusammenleben  nicht  ohne  ein  gewisses Mindestmaß  an  Regeln,  und
irgendjemand muß sie  aufstellen; aber um sich nicht  selber den Draht
abzukneifen,  über den sie  eingeloggt sind,  müssen die  Autoren ihre
Regeln  dann   durch  eine   Vielzahl  aus  dem   Ärmel  geschüttelter
``Anpassungen'' und ``Nachbesserungen'' erweitern, um ihren Status als
Alphatierchen  zu  erhalten.    So  entsteht  ein  dicht  geklöppeltes
Geflecht unsinniger  Pseudolegislaturen wie ``FAQs'',  ``Chartas'' und
``Netiquetten'',  auf  deren Einhaltung  J.Random  User gefälligst  zu
achten hat, obwohl  sie zu nichts anderem gut sind,  als ihm die freie
Bewegung im Netz zu verwehren.

Im  Gegensatz zu  den  weltlichen Demokratien  allerdings  gibt es  im
Usenet  keine  Ordnungshüter,  keine  Polizei,  deren  Integrität  und
Glaubwürdigkeit  von  einer  breiten  Mehrheit  zumindest  prinzipiell
anerkannt wird.  Nein, hier herrscht  noch der Wilde Westen, wo jeder,
der seine  angeborene Mißgunst  als Berufung versteht,  den virtuellen
Colt  umschnallt, um  seine nichtsahnenden  Mitmenschen  ungefragt vor
vermeintlichen  Abweichlern in Schutz  zu nehmen.   Dumm nur,  daß der
Internet-38er einen äußerst langen Lauf hat: Die einzig wahre Sanktion
gegenüber  Leuten,  denen irgendein  nichtiger  Regelverstoß zur  Last
gelegt  werden soll,  ist der  Entzug des  Netzzugangs, und  das liegt
selten   in  der  Macht   der  Gestalten,   die  vor   dem  Bildschirm
selbstgehäkelte   Bobbyhelme  tragen.   Die   kommen  nur   mit  einer
Beschwerde  beim  Postmaster  weiter,  der,  meist  schon  mit  seinem
normalen  Tagewerk   der  Netzadministration  bis   zum  Zusammenbruch
überlastet, flugs dem fiesen  Fehlposter den virtuellen Stecker zieht,
um sich eine Flut weiterer  Hetzbotschaften zu ersparen.  So bleibt es
gar nicht  aus, daß  die Usenet-Normenkontrolle zu  einem stasiartigen
Netzwerk von Spitzeln und Informanten verkommt, bei dem man nie sicher
sein kann, ob der Bekloppte am nächsten Terminal nicht auch dazugehört
und  die leichtfertig abgelassene  Frustration nicht  als Beweismittel
für einen späteren Schauprozeß mitloggt.

Und wie  bei jedem  schmutzigen Geschäft wie  Perl-Programmierung oder
Hinrichtungen, um die ein  jeder rechtschaffene Mensch aus gutem Grund
einen  Bogen  macht, finden  sich  charakterlose  Subjekte, die  sogar
Gefallen daran finden, ihren Mitmenschen nachzuschnüffeln und sie beim
kleinsten  Verstoß vor  den virtuellen  Kadi zu  zerren:  Die Netcops.
Anders  als die  mittlerweile Großvätergeneration,  die den  Juden von
nebenan  noch  aus dem  erkennbaren  Eigennutz  verpfiff, sich  dessen
Kramladen  unter  den  Nagel  zu  reißen,  haben  die  Netz-KaPos  nur
immateriellen Lohn.   Wir alle kennen  noch aus der ersten  Klasse das
warme Gefühl, einen Mitschüler  verpetzt zu haben, und die Genugtuung,
einem Mädchen  am Boden noch mal  so richtig in die  Nieren zu treten.
Beim   normalen   Menschen  verschwinden   diese   Neigungen  in   der
Grundschule, nicht dagegen  beim Netcop, wo sie nur  vom engen Korsett
der  Konventionen menschlichen  Zusammenlebens unterdrückt  werden und
nach einem Ventil suchen.

Neben der  Triebabfuhr lockt den Duckmäuser  noch die Ehre:  Da in der
reellen Massengesellschaft  keine Lorbeeren mehr zu  holen sind, beißt
der Usenet-IM  befriedigt eine neue  Kerbe in sein Mauskabel,  wenn er
einen neuen faschistischen  Crossposter der Elektro-Lubjanka zugeführt
hat, und gibt  bei seinen Genossen mit all den  schweren Jungs an, die
er schon abgeklemmt hat.  Und so pirscht der Freizeitnörgler, der nach
eigenem  Selbstverständnis keinen  Job  unter sechsnhalbtausend  netto
annehmen würden --- wäre da nicht die blöde Sache mit der Miete und so
--- abends für lau durchs  Unterholz des Usenet wie ein Kopfgeldjäger,
der  die bin-Laden-Millionen  geistig schon  auf das  Spendenkonto der
Expo-Hilfe überwiesen hat.

Es darf dabei  nicht vergessen werden, daß unter  der Fassade der Ehre
noch die eigentliche Ursache für das Verhalten der Westentaschenspione
fault:  Machtlosigkeit.  Die  Enge  des eigenen  Horizonts erlaubt  es
ihnen  nicht zu  begreifen,  daß  normale Leute  ihr  Leben mit  einem
produktiven Sinn erfüllen, deshalb  erheben sie den horror vacui ihrer
verkorksten  Existenz zur  Richtschnur.  Nur  ändert das  alles nichts
daran, daß die Kreativen  und Intellektuellen sie um Meilen überragen.
Nicht einmal den Stecker können  sie ihnen selber herausziehen, und so
kommt zu ihrer eigenen  Minderwertigkeit noch die Erniedrigung, bloßer
Zuträger  zu sein.   Netcops rekrutieren  sich folglich  aus demselben
Klientel, das letzten Monat  die Inquisition ermöglichte, letzte Woche
die  Guillotinen fütterte und  gestern mit  dem Zollstock  in Nachbars
Garten herumgrubberte,  um eine zu  lang gewachsene Wurzel  oder einen
über  die Grenze  ragenden  Ast zu  beanstanden: blinde  kleinkarierte
obrigkeitsgeile  Radfahrer mit  ausgeprägtem Hang  zu  übler Nachrede,
aber zu feige,  ihre Anliegen selber in die Hand  zu nehmen statt sich
hinter der eilig herbeigerufenen Exekutive zu verstecken.

Besonderes Augenmerk hat der E-Meckerer auf die Charta, seiner Meinung
nach die vollständige Aufzählung aller in einer Newsgroup zugelassenen
Wörter.  Wehe dem,  der die Charta flexibler zu lesen  weiß und so die
geistige  Höhenkontrolle des  Netcops auslöst.   Mit  der Behutsamkeit
eines Nashorns  in einem Biowaffenlabor  pflügt der Bekloppte  dann in
die  stille  Konversation erwachsener  Menschen  und veranstaltet  mit
seinen Neigungsgenossen ein munteres Kesseltreiben gegen den off-topic
Poster.   Daß seine Tiraden  selber off-topic  sind, stört  ihn nicht,
immerhin  darf  die  Polizei  ja  auch  Geschwindigkeitsbeschränkungen
mißachten, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet ist.

Das  Lieblingswild  der  Verordnungsjünger  ist aber,  neben  arglosen
Bürgern  mit  persönlichem Quoting-Stil,  Zeilenlängen,  die um  einen
Pixel   von   der   empfohlenen   Breite  abweichen,   und   fehlenden
Signaturtrennern, der Pseudoposter, also jemand, der nicht unter einem
Namen postet,  wie er auch  in einem deutschen  Personalausweis stehen
könnte.   Dafür läßt  der Netcop  sogar Crossposter,  Spammer  und die
armen Schweine  leben, deren  einziges Vergehen es  ist, versehentlich
die  falsche  Newsgroup  erwischt  zu  haben.  In  Erinnerung  an  die
Cowboy-und-Indianer-Spiele  aus heilen  Vorschulkindertagen  steckt er
sich  den   Sherriff-Stern  an  und   haut  in  die  Tasten,   um  dem
elektronischen  Novemberverbrecher eine  Abmahnung zukommen  zu lassen
--- natürlich  öffentlich,  um  seinen  Abschuß zu  dokumentieren  und
gegenüber dem niederen Volk Präsenz zu zeigen.

Die Regelkenntnisse der Bekloppten sind enzyklopädisch, ihre Fähigkeit
sie anzuwenden dagegen mikroskopisch, und ausgelegt wird ``Das Recht''
nur in  ihrem Sinne.  Kritische  Stimmen sind für  die Erststeinwerfer
selbstverständlich  Apologeten und  Kollaborateure und  gehörten neben
dem Pseudoposter  an die Firewall  gestellt, wenn man ihnen  nur einen
echten  Regelverstoß nachweisen könnte.   Die Argumentationsstrategie,
die die Netzschnüffler am  liebsten verwenden, ist es, die Intelligenz
des normalen  Menschen anzuzweifeln  --- als ob  das bei  ihnen selber
nicht mindestens  ebenso angebracht wäre, erkennen sie  denn nicht die
seltsame Verkehrung der Tatsachen  in Bezug auf Realnamen und Pseudos,
wie sie im Internet offensichtlich wird.  Anders als bei sich im Heim,
wo jeder  durch seinen  Namen eindeutig gekennzeichnet  ist (abgesehen
von Müller und Müllerzwo), verschwinden im globalen Dorf des Internets
die Realnamen-Poster in der  Anonymität tausender Meiers, Schulzes und
Schmidts, und  nur ein klug  gewähltes Pseudonym ermöglicht  es, einen
Menschen unter Millionen sofort zu erkennen.

Davon  ermüdet,  immer  um  den  Balken  in  ihrem  eigenen  Charakter
herumsehen zu  müssen, retten  sich die Gehirn-Zweitligisten  gerne in
die freundliche  Fiktion, daß hinter einem  altdeutschen Wortpaar auch
ein   gleichnamiger  Mensch   steht,   und  nicht   etwa  ein   fieser
Pseudoverwender, der  sich nur einen echt  klingenden Namen ausgedacht
hat.  Am liebsten würden sie jedem Nicht-Michel-Deutschmann gleich die
Polizei  zur Personenüberprüfung auf  den Hals  hetzen, aber  zu ihrer
angeborenen  Feigheit  kommt  der   nagende  Zweifel,  ob  ein  derart
angeschwärzter  Mitsubishi Pajero nicht  doch das  Katakana blankzieht
oder sich hinter Fayencit Ölbinder nicht doch ein leicht entflammbarer
Anatole verbirgt.

Um die niedrige Latte der gestatteten Individualität zu rechtfertigen,
kommen die  geistigen Limbo-Tänzer  gerne mit ganzen  Herden schwarzer
Schafe,  die  sie unter  den  Pseudopostern  ausgemacht haben  wollen.
Sicher  gibt es  den einen  oder anderen  Pseudonutzer, der  auch eine
andere, vernünftige, fundamentale Regel des Usenet gebrochen hat, aber
das kommt  bei Realnamenverwendern ebenfalls vor, und  die können sich
anschließend in  die Masse der  vernetzten Klötenkämpers zurückziehen.
Darüber  hinaus  vernachlässigen die  Netcops,  daß  es  gar nicht  um
Identität  geht: Der  Möglichkeiten, im  Internet sein  Personalien zu
verschleiern, sind  wenige.  Es gibt  sogar selbsternannte Schnüffler,
die sich für große Enthüllungsjournalisten halten, wenn sie den Wahren
Namen eines  Pseudoposters aufdecken, ohne dabei zu  bemerken, daß sie
letztlich ein Pseudonym durch ein anderes ersetzen, und so noch selber
zur Verschleierung  beitragen.  Doch auch sie  verschließen ihre Augen
vor dem wesentlichen: Was  zählt, ist allein der Wiedererkennungswert.
Das haben schon andere gemerkt,  zum Beispiel tausende von Gerhards in
deutschen SPD-Verbänden,  die 1997 bis hinunter  auf die Kommunalebene
gekeult  wurden,  um  die  Einzigartigkeit  des  Kanzlerkandidaten  zu
gewährleisten.   Man stelle  sich  vor, man  gäbe  seine Stimme  einem
Gerhard  S.,  und dann  wäre  es  nur  um den  Frauenbeauftragten  des
örtlichen Kirchenvorstandes gegangen!

Ein Pseudo  ist also nichts weiter  als ein Symbol  für die Leistungen
seines Trägers, eine selbstgewählte Formel, die die Persönlichkeit und
ihr Lebenswerk auf den Punkt bringt, kurz: ein Künstlername.  Aber die
Bekloppten  und  Bescheuerten  können  natürlich nicht  zulassen,  daß
jemand  ihre personifizierte  Unterdurchschnittlichkeit  überragt, daß
ein  anderer  aus  sich  heraus zur  Erkenntnis  seiner  Überlegenheit
gekommen    ist,   ohne   von    einem   nationalen    Kommittee   von
Verordnungsfixierten  die  Erlaubnis  dazu  erhalten  zu  haben.   Die
Netcops   sind   das  Mittel   des   kleinsten  gemeinsamen   Nenners.
Widerlinge, die aus purem Neid und kleinkarierter Bosheit die kreative
Freiheit des Menschen beschneiden und zurückstutzen lassen wollen, und
die in  der Machtlosigkeit ihrer kleinbürgerlichen  Existenz jeden Ruf
nach  Selbstbestimmtheit  und   -verwirklichung  mit  einem  nach  der
Obrigkeit  beantworten.  In  der  Schule hatten  wir  einen Namen  für
solche Leute: Petzen!
From: Juergen Hensle <news10@nanoson.de>
Newsgroups: de.alt.fan.aldi
Subject: Re: tchibo/medion Funk-Übertragungs-Set
Date: Mon, 12 Nov 2001 21:05:28 +0100
Message-ID: <3BF02B88.AE1A9040@nanoson.de>
Jens Kaschub schrieb:
>
> hallo,
> weiss jemand ob die funkstrahlung zu den gefährlichen gehört und
> ob der sender auch sendet wenn kein signal reinkommt (videoquelle aus)?

Der Sender arbeitet mit 2,4 GHz, genau wie der Mikrowellenherd. Mit ein
paar tausend Sendern im Raum, kannst du vielleicht deine Essensreste vom
Vortag aufwärmen.

Jürgen
From: "Christian Kopp" <ckopp@web.de>
Newsgroups: de.comm.geraete.analog.modem
Subject: Re: modem tunen?
Date: Tue, 13 Nov 2001 18:49:10 +0100
Message-ID: <9srmek$ioj$06$1@news.t-online.com>
"Alex" <cypercam@hotmail.com> schrieb:

> Ich habe ein v90 Modem von Tevion.
> Kann ich das irgendwie tunen damit es schneller wird?

Ja, kein Problem! Einfach Fenster öffnen, Modem hinaushalten, loslassen.
Funktioniert garantiert und sollte bis zu 10m/s² Speed bringen. Wenn Du
entsprechend hoch oben wohnst, kriegt das Modem da den vollen Speed
drauf.
Ich warene aber, möglicherweise verlierst du bei so einer Aktion den
Garantieanspruch!

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