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April 2002

From: Boris 'pi' Piwinger <3.14@piology.org>
Newsgroups: de.admin.news.groups
Subject: Re: Statistik - Postings in de.* im Maerz 2002
Date: Sat, 13 Apr 2002 13:13:58 +0200
Message-ID: <5n4gbuoa8vrog5pcsnqb8f6v7t89ifbjim@4ax.com>
Torsten Gallus <torsten@galveran.org> wrote:

>>> de.rec.tiere.ratten                                 75
>>
>> Was haben die Proponenten damals für einen Wind gemacht, Riesenbedarf
>> postuliert, Umzüge ganzer Mailinglisten und Webforen in Aussicht
>> gestellt, von Unterdrückung und Vorurteilen gegenüber ihren Tieren
>> gedröhnt. Und jetzt: zweieinhalb Postings pro Tag.
>
> Rattenprobleme werden in de.rec.tiere.katzen gelöst.

Und Katzenproblem in de.rec.tiere.hunde. Schon wieder zwei Gruppen
gespart.

pi
From: Thorsten Nitz <tn@cli.de>
Newsgroups: de.sci.physik
Subject: Re: Wie funktioniert der Antrieb eigentlich?
Date: Mon, 15 Apr 2002 13:37:54 +0200
Message-ID: <3CBABB92.5D08A42C@cli.de>
"Peter Müller" schrieb:

> ich habe heute abend einen interessanten Film gesehen in dem
> ein ziemlich raffinierter Antrieb von Raumschiffen gezeigt wurde.
> Es wurde ein Hebel umgedreht und dann wurden die Sterne im
> Hintergrund zu weißen Streifen. Meine Frage nun: Wie hält das
> Raumschiff und die Besatzung die Beschleunignung auf diese
> Überlichtgeschwindigkeit aus? (der film hieß übrigens return of
> the jedi glaube ich)

Das Schiff heißt "Millenium Falcon" und hat einen Antrieb, der es auf
1,5-fache Lichtgeschwindigkeit bringt (Episode IV). Damit ist es
schneller als die Schiffe des Imperiums. Leider ist der Antrieb nicht
sehr zuverlässig (Episode V: The Empire strikes back). In Episode VI:
The Return of the Jedi ist das Schiff von den Rebellen überholt worden
und funktioniert daher beim Angriff auf den zweiten Todesstern
zuverlässiger.

Im Inneren des Schiffes treten keine besonderen Kräfte auf, daher
brauchen sich die Insassen nicht anzuschnallen und können sich auch
relativ frei bewegen.

Zu Deiner Frage im Subject: Der Antrieb funktioniert so, dass man den
besagten Hebel betätigen muss und dann verschwimmen die Sterne zu
Streifen. Da man bei Überlichtgeschwindigkeit nicht sieht, wo man lang
fliegt, muss man den Kurs vorher berechnen (Episode IV). Bei Schäden
muss man die Wandverkleidung lösen und die beiden Enden des
durchgeschmorten Drahtes zusammenpfriemeln.

HTH
From: sheskar@my.gnus.org (Sebastian D.B. Krause)
Newsgroups: de.alt.sysadmin.recovery
Subject: Re: Achmed und die AOL Hotline
Date: Mon, 15 Apr 2002 13:06:10 +0200
Message-ID: <krause.87n0w58bml.fsf@sdbk.de>
Ulrich Eckhardt <uli@transcom.de> wrote:
> Au weia, denk an Felix Nerven.
>
> Uli (den gequälten Aufschrei schon hörend)

Mal schauen: Felix' Posting war um 11:58:24, Deines um
12:00:42. Macht einen Unterschied von 138 Sekunden und bei einer
Schallgeschwindigkeit von ca. 335 m/s[1] eine Entfernung 46,230 km
zu Felix. Stimmt, Felix muß schon ziemlich laut und gequält
geschrien haben, wenn Du das auf diese Entfernung noch hören
konntest.

Jetzt brauchen wir nur noch zwei Personen, die den Schrei auch
gehört haben, dann können wir Felix' Standort ausfindig machen.

[1] http://134.176.128.63/schall.html
From: Kathinka Diehl <kathinka@rrr.de>
Newsgroups: de.soc.recht.misc
Subject: Re: T-Shirt Verkauf, Welche Rechte?
"Holger Adams" <Air_Wulf@web.de> wrote:

> Wir (eine Schulklasse) wollen bei einem Schulfest T-Shirts verkaufen, welche
> Rechte stehen uns zu

Die Grundrechte.

> und welche stehen uns nicht zu?

Diplomatische Immunität.

> Vielen dank,

Da nicht für.

Gruß, Kathinka
Subject: Re: Verschachtelung der Selektoren Hn und P
Date: Wed, 17 Apr 2002 14:55:16 +0200
From: r.kersten@BILKINFO.de (Rainer Kersten)
Message-ID: <ddff1d3e.1b00.ca72@RAINER.BILKINFO.de>
Newsgroups: de.comm.infosystems.www.authoring.misc
Das ist schon wieder ein Kandidat für die Seite mit den
schrägen Beispielen.

Andreas Borutta(Andreas Borutta) meinte am 16.04.2002:

> Rainer Kersten schrieb:
> >> Zwei Stundenschläge "schließen den Bereich von 60 Minuten ein".
> > Nö. Der erste signalisiert den Beginn der folgenden Stunde. Der
> > zweite auch. Gäbe es den zweiten nicht, wäre die Stunde nach Deiner
> > Theorie nicht "eingeschlossen".
> Gäbe es den zweiten nicht, wäre die Uhr kaputt.

Nein, warum? Sie hätte nur eine ungewöhnliche Konfiguration.
Sie markiert eben nicht _alle_ vollen Stunden akustisch. Die
Zeit zeigt sie trotzdem richtig an. Hoffentlich.

> Aber nehmen wir ruhig dieses Beispiel:

<mode ="marilyn">
Ooooh jaaa! Ich liiiiiiebe Beispiele!
</mode>

> bei der kaputten Uhr wäre der Breich 60 Minuten in der Tat nicht mehr
> von zwei Stundenschlägen "eingeschlossen".

Nö. Ist er ja IMO sowieso nicht. Wie betippt.

> Der nun folgenden Stunde fehlte die Überschrift.

Ja. Von mir aus.

> Die Uhr hätte eine Teil ihrer Usability verloren.

Nein. Siehe unten.

> Sie bliebe benutzbar, aber weniger gut.

Definitionssache.

> Die Zeit liefe trotzdem weiter, so wie dem Text keine Absätze gestohlen
> würden.

Richtig. Die Uhr auch. Hoffentlich.

Ziehen wir weiter an den Haaren dieses Beispiels:

Mein Leben lang lebe und leide ich in unmittelbarer
Nachbarschaft von katholischen Kirchen.[1] Egal, wo ich
hinziehe, immer steht einer von diesen Klötzen da rum und
bimmelt mir die Ohren voll und weckt mich Sonntags zu
unzivilisierten Zeiten. Du tippst hier also mit einem Fachmann.

Diese hm... "interessanten" Veranstaltungsorte haben also
die aus dem Mittelalter stammende Tradition, die Zeit sowohl
optisch als auch akustisch anzuzeigen (zu "markieren").

Im rfc[2] ist definiert:

pro Viertelstunde ein Schlag mit Frequenz x (1/1 = 4/4,
also vier Schläge)
pro Stunde(n) n Schläge mit Frequenz y[3]

So. Das ist alles schön und gut und auch eine nette
Parallele zu html-authoring[4]:

Element           Vorkommen         Markierung

krumme Uhrzeit    Normalfall        keine[5]
Viertelstunde(n)  häufig            n Schläge <bimm />
Stunde(n)         weniger häufig    n Schläge <bamm />

Fliesstext        Normalfall        <p> ... </p>
Kapitel           weniger häufig    <h1> ... </h1>
Unterkapitel      etwas mehr        <h2> ... </h2>
to be continued   ...               <hx> ... </hx>

Interessant ist dabei, dass die akustische Zeitmarkierung
als 2-bittig angesehen werden kann. Beide Glocken kennen die
Betriebszustände 0 oder 1, wobei 0 statistisch dominanter, 1
dagegen prägnanter ist. Genaugenommen könnten dadurch
deutlich mehr Informationen transportiert werden als zB beim
Morsealphabet (bei gleicher Bandbreite). Komisch, dass die
darauf nicht gekommen sind...[6]

So. Soweit ist das alles in Ordnung und ich kann immer noch
nicht erkennen, dass Stundenschläge irgendwas einschliessen.

Nun gibt es in HTML mehr Elemente und in KathML mehr
Glocken und mehr akustisch zu würdigende Ereignisse.
Beispielhaft sei hier genannt:

Element         Vorkommen          Markierung

Messe           undurchschaubar    invalides wildes Gebimmel
                unregelmässig      <boing /><bimm /><bamm bamm />

Wandlung[7]     1 x pro Messe      <bimm /><bimm />[8]

LART im Einsatz hoffentlich selten mobile Glöckchen
                                   <bimmeldibimm />

LART erfolgt    hoffentlich selten einige Schläge <bimm />

Die HTML-Entsprechung spare ich mir. Ihr kennt das. Bilder,
Listen, Snowboarder-Spielereien, fragmichnich. Nur ist HTML
intuitiver. Oder blickt irgendein Aas durch, was unter
KathML da gerade wieder gebimmelt wird?

Wenn also der "Volle-Stunden-Lärm" ausfällt, ist die Uhr
weder kaputt noch unbedienbar. Nein, es kann zufällig gerade
Messe sein, und das Läutwerk unter Volllast übertönt die
Uhr. Oder der zuständige Admin ist gerade nicht da, weil er
mit den mobilen Glöckchen dem Pfarrer vorausläuft.

> Ich muss stets bei einer Inhaltemenge sagen, bei welchem Inhaltselement
> der Startpunkt und bei welchem der Endpunkt des durch einige Worte
> (Überschrift)zusammgefassten Bereiches liegt.

Jein. Aber nicht bei Fliesstext mit einer Überschrift. Die
markiert den Beginn eines neuen Absatzes (oder Kapitels
oder was auch immer) und sonst nix. Das Ende des Absatzes
ist das Ende des Absatzes. Mit und ohne Markierung. Vgl.
KathML: Die Messe beginnt zum Zeitpunkt <gebimmel /> + die
Zeit, die die Leute brauchen, um mit flatterndem Gesangbuch
zur Kirche zu laufen. Sie endet nicht beim Gebimmel zur
nächsten Messe, sondern dadurch dass die Tür aufgeht und die
Leute wieder rauskommen. Aber das ist eine andere Sprache.

Das ist wie im richtigen Leben: Du definierst den Beginn
eines Ereignisses. Die meisten Ereignisse sind dann zu Ende,
wenn sie zu Ende sind. Das wird auch ohne weitere Markierung
klar. Mach das zB mal mit Luftanhalten.

> Ein Startpunkt und ein Endpunkt umschliessen also einen Bereich von
> Inhalten.

Dieses Borutta'sche Axiom sagt aber nichts über
Notwendigkeit, Art und Form der Kennzeichnung von Startpunkt
und Endpunkt aus.

> Es gibt Konventionen, die genau sagen bis wohin eine Überschrift eine
> Zusammenfassung liefert:
> Genau bis zum Beginn der nächsten Überschrift der gleichen Ebenen.

Und wenn da keine mehr ist?

> > Die allgemeine Begriffsverwirrung.
>
> Ich hoffe wir lösen sie noch auf.

Nö, bitte nicht. Nur Verwirrung macht das Leben erträglich.
Ohne Verwirrung gäbe es weder Kabarett noch Bildzeitung,
weder Windows und kein dciwam, weder Kirchenglocken noch
Techno.

> Vermutlich ein Problem der Vermischung von Alltags und Fachsprache.

Hoffe passend übersetzt zu haben.
Rainer

[1] Ich muss den Begriff "klerikaler Lärmterror" unbedingt
markenrechtlich schützen lassen.
[2] Ich finde den gerade nicht, weil da soviel Staub drauf liegt.
[3] Natürlich gilt x != y
[4] Du kannst machen, was Du willst, ich kriegs _immer_
wieder ontopic hin.
[5] Jedenfalls keine akustische
[6] Andererseits: Besser ist das. Sonst hätten wir heute
Kathokom statt Telekom.
[7] Kind von Messe
[8] Ich weiss nicht mehr, obs zwei oder dreimal ist. Der
geneigte Leser beachte die Verwechslungsgefahr mit 1/2 bzw
3/4 Stunde. Hier ist KathML eindeutig inkonsistent.
Subject: Re: Ein perfider Plan geht auf
From: "Eugen Ernst" <Ernst@gmx.com>
Date: Mon, 15 Apr 2002 11:50:54 +0200
Message-ID: <a9e7pu$114$1@news.netplace.de>
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Hallo Franziskus,

> Ansonsten verstehe ich nicht, wozu man Premiere braucht.

Keine Werbung.

> Und wofür das alles?

Keine Werbung.

> die brandneuen Filme gibts zeitgleich in der Videothek

Als ich jung war, hihi, also da war ich auch oft in der Videothek. Ich
mußte hinfahren, Parkplatz suchen und mir in meterlangen Regalen aus
tausenden von Filmen, den aussuchen, den ich jetzt, in diesem Moment
sehen wollte. Da hat Premiere die Nase vorn: Dort gibt es immer nur 4
brandneue Filme, man spart Geld, weil man meistens keinen davon sehen
will.

Außerdem, wer bei Premiere schon mal einen Film bestellt hat, weiß um
prickelnde Erfahrungen zu berichten. Internet, Filmfreischalten klicken,
ins Klo rennen, Premiere Heft raussuchen und Kundennummer eingeben.
Danach wird der gewünschte Film und die Anfangszeit ausgewählt, ein
Klick und fertig. Klasse.

Zur rechten Zeit bequem auf der Couch platz nehmen, Getränke
bereitstellen, nochmal pinkeln, gleich gehts los. Erst noch ein bißchen
Werbung gucken, zwischen den Filmen, ist halt so, noch eine Minute, dann
gehts los: "Diese Sendung kann nicht entschlüsselt werden".

Häh? Aber ich hab doch, biste sicher, klar, du und dein scheiß internet,
aber...und es kommt nix. Nochmal Premiereheft vom Klo holen, das man
beim pinkeln wieder mit rausgetragen hat. Servicetelefonnummer
heraussuchen und anrufen. "DER FILM GEHT NICHT DU SCHEISSARSCHLOCH" sagt
man dann nicht. Man bleibt gelassen, die ersten 5 Minuten sind eh nur
der Vorspann.

Nehmen Sie doch mal die Karte raus und stecken Sie sie wieder rein.
Moment, ich lege den Hörer nur kurz weg. Fetz. Zieh "Es ist keine Karte
eingesteckt." Reinstecken. "Nicht entschlüsselt." Geht nicht. Hallo,
hören sie, es geht nicht. Wieder eine Minute verplempert. Dann schalten
Sie doch mal ganz aus und wieder an. Hörer wegleg, fetz, ist da windows
drin?, geht immer noch nicht. Hallo hören sie, es geht nicht.

Dann schalten sie doch mal auf den Infokanal. Wo habe ich jetzt die
Fernbedienung hingelegt? Ich schwitze. Also ich habe jetzt keinen Bock
mehr auf den Film, tönt es von hinten. Soll ich später freischalten
lassen. Nein, dann bin ich müde. Also es geht immer noch nicht. Das kann
manchmal sein, weil [völlig abstruse fachliche Erklärung ohne Hand und
Fuß] folgt. Soll ich eine andere Anfangszeit freischalten? Nein. Ich
will den Film jetzt sehen. Aber die ersten 15 Minuten fehlen ja schon.
"TROTZDEM, DU ARSCH" oder so. Heimkino, selbst bestimmen was man wann
sehen will, das geht nur mit Premiere.

Das große Problem bei der Videothek: Man muß den Film wieder
zurückbringen. Also ich leg den Film in den Kofferraum und eine Woche
später fällt es mir dann wieder ein. Ich habe für manche Filme fast
100,-- DM hingeblättert. In Bar. Das tut dann schon weh. Bei Premiere
brauche ich nur sanft enschlummern und das Grauen hat ein Ende.

Und dann diese Schmuddelecken, in welchen immer so komisch
dreinblickende Typen in langen Mänteln standen...

Und Formel 1, hah, ohne Werbung, gestern live gesehen! Gut, es war so
langweilig, daß Werbung das vielleicht ein wenig aufgelockert hätte,
dafür hat man ja sechs Perspektiven. Da kann man dann hin- und
herschalten. guck mal, da ist das Verfolgerfeld, guck mal, da ist eine
leere Box. Gut, wurde auch schnell langweilig, aber wenigstens war keine
Werbung. Warum ich die Toblerone trotzdem gegessen habe ist mir ein
Rätsel.

mfg
Eugen
From: Gerson Kurz <gerson.kurz@t-online.de>
Newsgroups: de.comp.hardware.cpu+mainboard.amd
Subject: Mein kleines Heizkraftwerk
Date: Sat, 20 Apr 2002 20:34:06 +0200
Message-ID: <p2d3cuorlnbg8uikdgngjda0ti30alj0s5@4ax.com>
Eine (wahre) Groteske.

Montag: Mein neuer Rechner ist da *freu*. Ein Dual Athlon 1900 auf dem
ASUS A7M266-D, mit GF4/Ti4400. Als Lüfter zwei Arctic Cooler, die beim
Händler mit angeboten waren.

Alten Rechner ausgebaut und in anderes Gehäuse gesteckt (Dual Intel P3
1Ghz, demnächst bei ebay), Gebootet, Linux drauf, gebootet, läuft.
Kernel 2.4.18 drauf, compiliert, gebootet, läuft.

Neuen Rechner eingebaut, gebootet, die alte Platte fährt nicht mehr
hoch (INACCESSIBLE BOOT DEVICE). W2K neuinstalliert. Neuinstallation
hängt sich auf. CHKDSK fährt hoch. Eventlog ist voll mit DR0-Fehlern,
die Platte fängt das klackern an. Absturz des Rechners mit
INACCESSIBLE BOOT DEVICE. Der Rechner ist so konfiguriert, daß er ein
full memory dump erzeugt, was bei 1GB Ram prima kommt. Platte in
anderen Rechner eingebaut -> CHKDSK läuft *mehrere STUNDEN* und stürzt
dann ab -> Fluch auf die IBM Festplatte!

Neue Platte eingebaut, W2K neuinstalliert. Promise Controller-Treiber
installieren und booten. Chipsatztreiber installieren und booten. IE6
installieren und booten. W2K SP2 installieren und booten. W2K SP2 SR1
installieren und booten. DirectX installieren und booten. Windows
Update lädt gnadenlos ca. eine tonne Security fixes - installieren und
booten. Nvidia Treiber installieren und booten. Soundkarte (Creative
SB Audigy) installieren und booten. Fluch über den Creative
Treibermist, der völlig unnützen Dreck mit installiert (wenn ich
richtig gezählt habe: Allein *sieben* Einträge in den Run-sections der
Registry, dazu ein NT Service und ganze *sechs* NT kernel treiber, für
eine lumpige Soundkarte. Eine Frechheit ist die Creative Taskbar (oder
so), die sich am Bildschirm breitmacht egal ob ich sie will oder
nicht. Bei der Windowsanmeldung kommt sogar ein verdammtes
Creative-Logo, als ob ich als Besitzer der Karte auch noch Werbung
dafür auf meinem Rechner haben will). Dreck aus der Registry löschen
und booten. -> Fluch auf den Creative Treiberschrott.

TV-Karte installieren und booten. Treiberupdate für die TV-Karte (kann
nur installiert werden, wenn zuvor bereits installiert wurde) und
booten. Ah, rechner ist fertig. Ein kleiner Lasttest ( "while 1:
pass", the poor mans' CPU-Auslaster) -> Rechner stürzt ab. Booten,
rechner hängt sich beim Anmeldeschirm auf. Booten -> ASUS Probe
starten. ASUS Probe sagt die beiden CPUs seien 65 Grad warm. Im Review
des Mobos im Internet habe ich gelesen, das die "normalerweise" so 40
Grad bei Seti-Volllast warm werden. Das nachschauen im Internet
erübrigt sich, da der Rechner erneut abstürzt. -> Fluch auf des
Menschen Wahn, sich einen neuen Rechner zuzulegen, wenn der alte noch
prima funktioniert.

Dienstag: Nach einem frohen Arbeitstag nach hause gekommen und
PC-Kiste angestarrt. Der Rechner gewinnt den Blickkontaktwettbewerb.
Rechner bootet. Rechner läuft. Zögernd ein bischen mit gearbeitet -
scheint nicht abzustürzen. Nach ca. 20 minuten -> Rechner stürzt ab.
-> Fluch auf des Menschen Wahn, sich einen neuen Rechner zuzulegen,
wenn der alte noch prima funktioniert.

Durchatmen. Alle Erweiterungskarten rausbauen bis auf die Grafikkarte.
Rechner booten, rechner läuft. Die ASUS-Seiten nach einem Bios-Update
durchsuchen. Ich finde drei Varianten von 1005, keine der Varianten
lässt sich mit dem Win-Bios-Update von ASUS einspielen. Beim Versuch,
ein Bios einzuspielen hängt sich der Rechner auf. Nach einer kurzen
Schreckminute (1GB Ramdump, remember) stelle ich fest, das das alte
Bios noch da ist, weil, das Win-Bios-Update hat ja nicht funktioniert.
Schluck. -> Fluch auf des Menschen Wahn, sich einen neuen Rechner
zuzulegen, wenn der alte noch prima funktioniert.

Ich entscheide mich, Windows komplett neu zu installieren, diesmal
*ohne* irgendwelche Zusatztreiber (und ohne die Karten). W2K
neuinstalliert. Chipsatztreiber installieren und booten. IE6
installieren und booten. W2K SP2 installieren und booten. W2K SP2 SR1
installieren und booten. DirectX installieren und booten. Windows
Update lädt gnadenlos ca. eine tonne Security fixes - installieren und
booten. Nvidia Treiber installieren und booten. Freuen, das ich die
Drecks-Soundkarte nicht installieren muss. Schock: Der Rechner läuft
ca. 1 Stunde durch!!! Doch gerade, als ich mich beruhigt habe, und in
Gedanken mich mit einem Netzlosen Rechner ohne Sound anfreunde, stürzt
der Rechner ab. -> Fluch auf des Menschen Wahn, sich einen neuen
Rechner zuzulegen, wenn der alte noch prima funktioniert.

Da es eh nichts bringt, installiere ich die Karten & den
Treiberschrott (siehe oben), was den Rechner nicht davon abhält, dabei
mehrfach (!) abzustürzen. Ich beginne, das Gedankengut der Antiken
Stoa mit neuen Augen zu betrachten.

Mittwoch: Auf der Arbeit reden wir über den Rechner. Elektrotechnisch
begabte Kollegen bieten an, sich die Kiste mal anzuschauen. Nach der
Arbeit bleibt der Schrott aus, ich trage den Rechner ins Auto und
widme mich meiner Bibliothek (Geschichte des klassischen
Griechenlands). Ein wunderbarer Abend!

Donnerstag früh: Ich steige ins Auto in der Hoffnung, Hilfe zu
erfahren. Die Tiefgaragentür ist kaputt. Ich kann mit der U-Bahn
verspätet die Arbeit erreichen. -> Meine Flüche an den vorherigen
Tagen haben offenbar Wirkung gezeigt.

Auf der Arbeit lese ich den Review des Mobos durch und bestelle zwei
der daselbst angepriesenen Redcooler Lüfter.

Freitag: Die Tiefgaragentür funktioniert wieder, ein gutes Omen? Das
Biosupdate per DOS-Bootdiskette klappt wieder erwarten auch (ich habe
einfach die Variante mit dem jüngsten Datum - 11.4 - genommen). Die
Vermutung im Kollegenkreis ist, daß es sich um ein Temperaturproblem
handelt. Kollegen bauen *vier* Lüfter ein, die beiden Redcooler, und
die zwei "alten" Arcticcooler werden zu Gehäuselüftern umfunktioniert.
(Des weiteren hat noch die Grafikkarte einen albern bemalten riesigen
Lüfter, und natürlich die *beiden* Lüfter des unglaublich
dimensionierten 430W Netzteils). Wäre ich Wähler der Grünen, könnte
ich ein Luftkraftwerk betreiben und damit die Stromversorgung einer
mittleren Kleinstadt sicherstellen. Und wirklich, oh wunder, der
Rechner wird <ironie>nur</ironie> noch so ca. 50 Grad warm (Weit weg
von den im Review genannten 40 Grad, wahrscheinlich haben die den Test
in einer Kühlkammer der lokalen Fleischerei ausgeführt, um bei einem
Dual Athlon solche Werte zu erreichen); unter Volllast steigt er auf
so ca. 58 Grad (Zum Vergleich: Spitzenwert zuvor war bei 67 Grad). Der
Rechner läuft eine ganze Stunde durch, REKORD! Ich versuche eine CD zu
brennen -> Rechner stürzt ab (ohne Bluescreen, ein Fortschritt?).

Im Windows Hardware Profile alle Creative-Treiber deaktiviert bis auf
den eigentlichen Soundkartentreiber -> Rechner bootet und läuft. Eine
Stunde, Zwei Stunden, sogar den ganzen Tag über. EIN WUNDER!

Samstag: Der Rechner steht jetzt bei mir zu Hause. Ich habe eine Seite
des Gehäuses aufgemacht, damit mehr Luft hinkommt (Das bringt trotz
alberner Gehäuselüfter nochmal 3-4 Grad). Wenn ich das Fenster über
dem Schreibtisch öffne (=Kalte Luft), gibt es einen *spürbaren* Zug
warmer Luft, so dass ich hier niemals kalte Füsse bekommen werde.
Jedenfalls bin ich jetzt gewappnet, falls die Heizölpreise wieder
erwarten im Sommer überdurchschnittlich steigen sollten.

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