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Januar 2002

From: Andreas Riedel <andreas.riedel@hrz.tu-chemnitz.de>
Newsgroups: de.alt.sysadmin.recovery
Subject: Re: Spass beim LART
Date: 11 Jan 2002 14:43:50 GMT
Hanno Foest schrieb:
>>> http://www.sovietarmy.com/vehicles/t-55.html

> Erinnert mich ein wenig an den Skandal vor etlichen Jahren, als
> gebrauchtes Kriegsgerät als "landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge"
> fehldeklariert ins Ausland geschafft werden sollte, der Zoll aber zu
> wachsam war.

An der sowjetisch-chinesischen Grenze wurde ein Traktor bei
Erntearbeiten von drei schweren chinesischen Panzern angegriffen. Der
Traktor erwiederte das Feuer und vernichtete die Angreifer. Danach
setzte er seine friedliche Feldarbeit fort.

Gruß
Andreas
From: "Stephan Kuehn" <no.spam.here@t-online.de>
Newsgroups: de.rec.tiere.katzen
Sent: Friday, January 11, 2002 8:22 PM
Subject: Lichterzeugung

[Quoting um's Wesentliche ergänzt: es ging um elektrostatische
Aufladung bei/an Katzen]
"Barbara Kirchner" <b.kirchner@hohenloher-landbote.de> wrote:
> Stephan Kuehn wrote:
>
> > Am stärksten und konstantesten scheint aber die Entladung zu
> > sein, wenn der Hausgeist mit der Fellbürste bearbeitet wird
> > (das geht bis zum Leuchten im dunkeln).
>
> *Das* will ich sehen! Wieviel Katzen & welche Vorrichtung braucht
> man, um genügend Licht zu erzeugen, um ein Buch zu lesen, während
> der Partner/die Partnerin gerade die Katzen durchstriegelt?

Ich würde sagen: das kommt drauf an.
Die Menge der Katzen und benötgten PartnerInnen dürfte umgekehrt
Proportional zur Feldstärke sein. Damit man lesen kann, sollte also
durch einen gleichmäßig verteilten Entladungsprozess die Funkenbildung
über einen längeren Zeitraum konstant sein. Dazu darf der Abstand
zwischen dem Fell der Katze und der den Spannungszustand erzeugenden
Hand der PartnerIn eine noch näher zu bestimmende Größe nicht
unterschreiten, damit der Ladungsübergang nicht durch Abschattung
derselben unsichtbar wird (wie habe ich diesen Satz nochmal
angefangen?).
Um es mal auf den Punkt zu bringen:
Im Prinzip sollte sich sowas schon mit einer Katze erreichen lassen.
Die Vorraussetzungen sind nur folgende:
Um eine elektrostatische Entladung in dieser Art zu Erzeugen braucht
man eine Spannung im Kilovoltbereich (mehrere 1000V). Also muß nur die
Katze oder die/der PartenrIn auf das gewünschte Spannungspotential
gebracht werden.
Wie erzeuge ich diese Spannung:
Am besten man benutzt die Kathodenstrahlröhre des Fernsehers (schlappe
17KV) - den brauchst Du beim Lesen ohnehin nicht - und schliesst diese
an die Katze oder Deinen Partner an. Und dann streicheln.
Der Lichtbogen der dabei entsteht dürfte so ab einer Entfernung von
5cm stabil sein und ausreichend Licht erzeugen.
Ach ja - die beiden sollten sich natürlich nicht bewegen. Und das ist
nur zu schaffen, wenn sie anfangs am Boden verschraubt sind (nach
einigen Minuten kannst Du die Verschraubung wieder lösen, da der
Bewegungsdrang dann deutlich nachlassen dürfte).

Viel Spass beim basteln Deiner neuen Lampe.

 Gruß, Stephan + Hausgeist *brzl*

PS: Liebe Kinder, wieder einmal muß ich erwähnen: Nicht nachahmen -
es sei denn ein Erwachsener begleitet Euch.

PPS: Macht Ihr Partner Sie nervös? Ist die Katze zappelig? Rezepte
gibt's in drtk

PPPS: Ich hoffe mir nimmt niemand meinen Hang zum Sadismus übel ;)
From: "Joerg Theling" <Joerg.Theling@t-online.de>
Newsgroups: de.alt.fan.tabak
Subject: Vergleichstest Frau vs. Pfeife
Date: Fri, 28 Dec 2001 01:52:02 +0100
Message-ID: <a0hbt2$8b3$04$1@news.t-online.com>
Vergleichstest Frau vs. Pfeife

Sehr geehrter Leser und Leserinnen,

Willkommen bei unserem großen Vergleichstest.
Um Objektivität zu gewährleisten haben wir uns für die durchnitts Frau
 und Pfeife entschieden.

1.Anschaffungspreis

Nun geschätzter Leser nun wirst du vielleicht denken
was will der von mir, Ich habe meine Frau kennen und
lieben gelernt und Ich gehe auch nicht ins B*****.
Natürlich nicht, aber hast du deine Frau nie zum Essen eingeladen,
oder den obligatorischen Kaffee, den Besuch im Kino etc. pp.?
Falls nein bist du Junggeselle oder deine Frau lädt dich immer ein.
Im 2. herzlichen Glückwunsch.
Wenn du geneigter Leser die Unkosten, nehmen wir mal nur die bis zur
Hochzeit zusammenrechnest, wieviel Pfeifen hättest du dir dafür kaufen
können?
Also Klarer Fall Preisvorteil für die Pfeife.

2 Haltbarkeit.

Da manche Ihre Pfeife als lebendiges Wesen betrachten,
ist keine genaue Bewertung möglich.
Beide bekommen im Laufe der Zeit gebrauchsspuren.
In der Natur der Sache liegt ebenfalls das schon mal was kaputt
geht.
OK.OK auf Pfeifen ist mindestens 6 Monate Garantie, bei Sachgemäßer
Verwendung.

3 Vielseitigkeit.

Unentschieden.
Begründung:
Man kann mit Frauen streiten,sich versöhnen, ins Kino, essen gehen etc.
Mit der Pfeife auch.

4. Formen /Körper

Unentschieden
Bei den beiden sind jeweils so viele verschiedene "Modelle" möglich,das
Ich mir abschließend kein Urteil erlauben möchte.
Der eine mag hat mehr Rundungen, der andere weniger.

5 Pausen.

Unentschieden.
Frauen haben manchmal Migräne.
Pfeifen Trockenzeit.(Aber Sie hat im allgemeinen nichts gegen andere
Pfeifen.)

6 Verfügbarkeit.

Unentschieden.

Pfeifen gibt es schon für wenig Geld an fast jeder Ecke.
Den Satz spar Ich mir. ansonsten siehe Punkt 1 *

7 Zeitaufwand

Vorteil Pfeife.
Nach der obligatorischen Pflege legt man Sie weg.
WARNUNG Probieren Sie das nicht mit Ihrer Frau,
es sei den Sie wollen sich scheiden lassen, und haben genug Kleingeld.
WARNUNG Rechtsschutz zahlt nicht. Lesen Sie das Kleingedruckte.

8 Zusammenfassung

Lieber Leser falls Sie jetzt überlegen ob Sie sich für Frau oder Pfeife
zu entscheiden sollten Sie sich folgendes überlegen.
Gebrauchte Pfeifen kauft und verkauft man/Frau bei Ebay.
Mit Frauen/Männern  ist dieses NICHT möglich.
Hinweis achten Sie auf die Ebay Regeln.
Vorschlag:
Gehen Sie morgen in einen guten Tabakladen, kaufen sich ein paar Pfeifen
danach suchen Sie sich einen Partner.
Vorteil bei dieser Methode:
Da Pfeifen im allgemeinen nicht sonderlich eifersüchtig sind, hat die
gemeine Pfeife nichts gegen eine Frau/Man an Ihrer Seite einzuwenden.
Manchmal ist die Pfeife bei der Kontaktaufnahme auch nützlich,
geben Sie sich einen Ruck, gehen Sie in die Ecken des Tabakladens die
Sie bei Tageslicht nicht betreten würden, genau da  wo der Süßkram liegt.
Vanille oder ähnliches.
1-2 Packungen sollten reichen. Besuchen Sie ein Straßencafe und
probieren Sie es aus.
Schlimmstenfalls kommt nach 1 Woche der Kellner und fragt ob Sie öfter
kommen, den seit dem  Tag den Sie dort Pfeife mit Vanille-Tabak rauchen,
verkauft er doppelt soviel Vanille Pudding.
Falls Sie sich aber erst für eine Frau und dann für die Pfeife
entschieden haben , suche Sie sich  schon mal ein paar gute Argumente
warum Sie  jetzt noch weniger Zeit für Sie haben.

Anmerkung.
Der Verfasser dieses Nonsens lebt seit 7 Jahren in einer festen
Beziehung und ist seit 4 Jahren verheiratet und hat 2 Kinder.
Sehr geehrte Frauen die diesen Text lesen, ersetzen Sie doch bitte
das Frau gegen Mann.
From: Joe Saccone <no_email_@gmx.net>
Newsgroups: de.alt.fan.fastfood,de.alt.fan.konsumterror
Subject: Re: Kein Western Whopper mehr bei Burger King!
Date: Thu, 03 Jan 2002 10:27:35 +0100
Message-ID: <3c36233d.8223708@news.23annuitcoeptis5.org>
Heinz D. Trost schrieb am Thu, 03 Jan 2002 07:17:47 +0100:

> Schließlich kannste Dir auch weiter bei BK den Hamburger selbst
> zusammenstellen lassen. Versuch das mal bei nem MD, die werden Dir einen
> blasen...

Na dann geh' ich doch lieber zum McD:

"Einen Hamburger mit Salatblatt und Käse, nur mit Majo, sonst nix,
bitte".
"Gerne. Wollen Sie hier einen geblasen bekommen oder zu hause?"

*lechz*

Gruß
Joe
From: "Arne Kunisch" <arne.kunisch@t-online.de>
Newsgroups: de.comp.security.firewall
Subject: <MINI-FAQ> Version 2002-01-15 (jjjjmmtt)
Date: Tue, 15 Jan 2002 19:34:44 +0100
Ich glaube, das haetten sich die "regulars" zu Weihnachten schon
gewuenscht. Die Mini-FAQ mit den wichtigsten Kurzantworten zum
kombinieren und zum einsparen von Bandbreite (wie haltet Ihr das
manchmal nur aus...?). Dennoch, vielen Dank fuer die heiteren
Stunden!

Bedienungsanleitung: Nicht mehr selber schreiben und
Fingerkuppen-Hornhaut einsparen. Einfach die MINI-FAQ zitieren und die
gewuenschten Antworten kombinieren: goto <MINI-FAQ> 01; 04; 10...

01) Du willst was wissen? Mache Dich zuerst beim Verantwortlichen
    (Hersteller, Softwareverkaeufer) schlau!
02) Google doch selbst! Lese die Hilfe von Google bei Schwierigkeiten
    oder lass es Dir zeigen.
03) Lese den Newsthread von mehreren Monaten, bevor Du schreibst! Ist
    Deine Frage vielleicht schon beantwortet worden?
04) Wenn Du bis Punkt drei gefolgt bist dann ist Dir jetzt bekannt, ob
    Du mit Deinen Fragen hier ueberhaupt richtig bist!
05) Gibt es eine FAQ? Wenn ja, lese Sie, aber gruendlich!
06) Lese noch mehr!
06) Nutze die gefundenen Links in den gefundenen Quellen und in den
    News anderer Teilnehmer!
07) http://learn.to/quote besuchen und lesen!
08) Schalte HTML in den News- und Maileinstellungen ab!
09) Bitte einen Realnamen im Newsreader einstellen. Das ist hoeflich
    und im Usenet üblich. Wir sind hier nicht im Chat. Zur Info: ein
    Realname besteht aus Vorname und Nachname.
10) In Test-Newsgruppe den Newsreader ueberpruefen, ob alles funzt.
11) "Outlook (Express) is a broken newsreader". Wer ihn nutzt, muss
    damit rechnen angepflaumt zu werden. Nutze Google mit "Outlook-Faq".
12) Umlaute in Titeln in ae oe ue umwandeln.
13) Stelle erst Fragen, wenn Du die Zusammenhaenge der ausgewerteten
    Quellen nicht verstehst. Das erkennt man an den qualifizierten
    Fragen die Du stellst. Dabei gilt: praezise Frage - praezise
    Antwort.
    Glaskugeln haben nur die Mitarbeiter des T-Online-Supports.
14) Sei bereit, keine vorgefertigten Loesungen, sondern Links zum
    lesen praesentiert zu bekommen.
15) Sei hoeflich, bleibe hoeflich: Wie es in den Wald hineinschallt,
    so schallt es heraus!
16) Eine Firewall besteht aus einem Sicherheitskonzept (schriftlich)
    und der sinnvollen technischen Umsetzung desselbigen. Eine Firewall
    auf dem Internetrechner selbst mit einem BS ohne Nutzer- und
    Rechtevergabe ist sinnfrei.
17) "Personal Firewalls" sind Spielzeuge, klopp´ Sie in die Tonne. Sie
    bieten nur begrenzten Schutz (Portfilter) und lassen sich unter
    Umstaenden auch abschalten. Mehr Sicherheit erhältst Du über die
    korrekte Konfiguration Deines Betriebssystems.
18) Lese die FAQ, die Hilfefunktion und weitere Quellen zum Beispiel
    RFC´s über TCP/IP, wenn Du mit den Ausgaben Deiner Software nicht
    zurechtkommst.
19) Keine angebotenen Dienste = keine offenen Ports
20) Schalte nicht benutzte Dienste ab!
21) Informiere Dich im Internet oder beim Hersteller über
    Schwachstellen zu Deinem verwendeten Betriebssystem.
22) Schalte die Schwachstellen oder das Betriebssystem ab.
22) Informiere Dich im Internet oder beim Hersteller über
    Schwachstellen der von Dir verwendeten Software!
23) Melde dich bei Sicherheitsrelevanten Mailinglisten an
    (RUS-CERT-Stuttgart, Bugtraq, MS-Notification Service). Nutze die
    Informationen, die Du dort erhaeltst.
24) Den besten Schutz vor dem Internet erhaeltst Du vom Dienstanbieter
    Knippex unter http://www.knipex.de/katalog/schneid/schneid16.htm.
25) Wenn Du Links zu einem bestimmten Thema brauchst, frage einfach
    Heiko!
26) Verwende exotische Software. Die Gefahr sinkt, sobald Du um
    Microsoft-Produkte einen Bogen machst! "Wenn eine Firma so
    bescheuert ist, sich mit Microsoft-Betriebssystemen einen Haufen
    Pferdescheiße ins Haus zu holen, dann ist es nicht Aufgabe des
    Clubs, sie zu besuchen und Duftspray anzuwenden."
    --- (Felix von Leitner)
27) "Oh mein Gott. Ein Ping ist ja wohl echt das gefaehrlichste, was
    einem im Internet ueber den Weg laufen kann." Urs Traenker; "Ein
    ping an "alle" im Internet mit einem Breitbandzugang ist dann wohl
    dem Scharfmachen von Atomwaffen gleichzusetzen wie?"
    Alexander Gran;
    "Seit ZA auf dem Markt ist, erfahren die kleinen Pakete allerdings
    ganz neue Beachtung - einerseits, weil sie als "Angriff" gelten und
    eine Warnmeldung produzieren, andererseits aber auch, weil sie
    leider sehr oft gegen eine harte Wand knallen und einfach fallen
    gelassen werden. Das Problem daran ist weniger der letzte Punkt
    sondern eher der erste: Wenn sich eine Fliege auf deinen Kopf setzt
    und Dein Gegenüber brüllt: "Vorsicht - Achtung - ein Tier - da!",
    was tust Du?" Martin Diedrich;
28) [x] by the way, deine [shift]-taste klemmt, ODER GEHT SIE ETWA
    DOCH?
29) [x] Klick´ nicht auf alles was Du bekommst, dann hättest Du jetzt
    auch kein Problem!
30) [X] Sorry, aber bloede Frage, bloede Antwort!
31) [x] Geh´ sterben!
32) [x] Du bist falsch hier!
33) [x] Don´t feed the trolls! Message-ID:
    <slrna2m9gm.4br.JPM@fm.rz.fh-muenchen.de>
34) [x] F'UP2poster
35) [x] Du hast noch nicht die dritte Stufe der Weisheit erreicht. Du
    hast Dein Koan nicht geloest. Auf Deine Frage antworte ich nicht!
36) [x] format c: und fdisk sind Deine neuen Freunde!
37) [x] *plonk* (klein)
38) [x] *PLONK* (groß)
39) [x] Ich pack´dich gleich in mein Kill-File!
40) [x] Du liest mich ja immer noch!
41) [x] War nur eine Ausnahme, ehrlich!

42) Use the source, Luke: (wird ergaenzt)

zu Firewalls und sicherheitsrelevanten Themen:
<URL:http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/erst-lesen-dann-schreiben>
<URL:http://www.iks-jena.de/mitarb/lutz/usenet/Firewall.html>
<URL:http://www.rz.tu-ilmenau.de/~traenk/dcsm.htm>
Danke Heiko für Deinen unermüdlichen Einsatz!

<http://www-sr.informatik.uni-tuebingen.de/~friedric/securitylinks.html>
<http://www.interhack.net/pubs/fwfaq/>
<http://www.linuxsecurity.com/docs/colsfaq.html>
<http://www.pages.at/heaven/>
und viele viele andere...

zur Netiquette:
<http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/erst-lesen-dann-schreiben>
<http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/netiquette>

für OE-Benutzer:
<http://oe-faq.de>

für Orientierungslose:
<http://www.dana.de/mod/gruppen.html>
<http://www.google.de>
From: Christian Ehmann <christian_ehmann@gmx.de>
Newsgroups: de.soc.recht.misc
Subject: Re: Semesterticket in Berlin
Date: Tue, 15 Jan 2002 14:04:48 +0100
Message-ID: <3C4428F0.C2FC192D@gmx.de>
Yaron Khalid wrote:
> Btw. mach nicht nochmal den Fehler mich öffentlich als
> "Vollidioten" zu beschimpfen, nur weil du denn Sinn eines Posting
> nicht verstehst...

Ich hätt Dich ja gerne per PM als Vollidioten bezeichnet, aber Deine
Adresse war ja kaputt.

Gruß
Christian
Subject: Beerdigung in =?iso-8859-1?q?Wei=DF?=
From: TMueller@easy-soft-dresden.de (Torsten Müller)
Date: 14 Jan 2002 09:09:32 +0100
Message-ID: <uofjxgxqb.fsf@easy-soft-dresden.de>
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Wolfenbüttel is cool, zumindest bei Frost. Ansonsten gibt es Anlaß zu
langen Gesichtern, jedenfalls wenn man dort heiratet.

Nachdem im Vorgespräch die (seit mehr als 10 Jahren volljährige) Braut
eine rechtmäßige Ehe ihrer Eltern (!) nachweisen konnte und auch der
Bräutigam Zeugnis über seine beiden vorherigen Eheschließungen
vorlegen konnte (die Scheidungsurkunden interessierten niemanden!),
wurde ich als Trauzeuge weiblicherseits (TZw) ein wenig unruhig. Ich
konnte keine rechtmäßige Ehe nachweisen. Zum Glück blieb mir das auch
erspart.

TZm und TZw wurden nach ihren Berufen gefragt und in mir kam sowas
hoch wie damals bei "Öffnen Sie den Kofferraum." Die Belehrung, daß
"Dipl.-Ing." kein Beruf sei, bekam zum Glück der TZm ab, *patsch*,
welcher daraufhin sowas wie "Produktmanager für
Verkehrssicherungssysteme" herausbrachte und mir noch einige wichtige
Sekunden gab, über meine Antwort nachzudenken. "Taugenichts" wäre mir
momentan am liebsten gewesen. Der TZm erhielt allerdings zunächst noch
die Frage "Können Sie das beweisen?" - "Nee, wie?" - "Haben Sie keine
Urkunde darüber?" - "Nee, hab ick nich! Ick bin hier uff 'ner
Hochzeit, dacht' ick." Da wurde mir klar, auch ich konnte nichts
beweisen. Ich hätte nun liebend gern "armes Würstchen" als Beruf
genannt, wenn ich nicht so ein Hasenfuß wäre. So ist mir zitternd ein
"Softwareentwickler" rausgerutscht, wofür ich von dem Schneckchen in
der Anmeldung, an welchem ich bereits eine wunderbare Lipizanermähne
und prächtige Hufe zu erkennen glaubte, ein "Na prima!" erntete und
dem TZm das Herz in die Hose rutschte obgleich meines knallharten
Punktsieges. Schnullerback zwinkerte mir zu.

Dann wurden TZm und TZw darüber belehrt, daß sie übrigens vor dem
Gesetz entbehrlich seien. Na bravo! Wozu dann der ganze Scheiß mit
"Wie möchten Sie sich ausweisen?" und "Können Sie das beweisen?" Nein,
wenn wir schonmal da seien, dann sollten wir auch wie geplant
teilnehmen, ließ das junge Paar (zusammen immerhin 83) vernehmen.

Der Standesbeamte, so um die 30, machte dann auch nicht viel
Federlesens. Er ließ so Sätze ab, die so ähnlich klangen wie "Gut, daß
Sie es sich nicht noch anders überlegt haben." und "Was soll ich Ihnen
groß erzählen, sie haben ja mehr Lebenserfahrung als ich." Ich konnte
G.E.Lessing, den größten Sohn meiner Heimatstadt, auf dem Gemälde
hinter ihm schon die Augen zur Zimmerdecke drehen sehen. Mit seinem
wunderbar aromatischen Marlboro-Atem fragte der Beamte dann "Wollen
Sie den/die hier anwesende ..." - man wollte zum Glück, und dann kam
schon der schriftliche Teil. Ich dachte "War's das?" und Lessing
nickte. Es folgten noch ein paar Fotos und dann verließ man das
Etablissement. Das ganze dauerte nicht mehr als 12 Minuten.

Man muß sich vergegenwärtigen, daß man im Westen wohl das Feierliche
gern der Kirche überläßt. Insofern hat Heiraten auch eine gewisse
Parallele mit Beerdigungen. Die überwiegende Mehrheit heiratet in der
Kirche. Was jedoch, wenn nicht? Hat man dann nicht auch ein Recht auf
irgendwas wie Musik, ein Gedicht, vor Weisheit strotzende Sprüche über
den Sinn der Ehe und die Familie, die vielleicht auch mich noch
überzeugt (anstatt weiter desillusioniert!) hätten? Wieso ist sowas
nicht im Angebot eines Standesamtes, meinetwegen als "de
luxe"-Version? Und wozu diese dümmlichen Fragen vorher? Können die
nicht eine innerbehördliche Dienstanfrage stellen, um ihre Daten
abzugleichen? Also das Standesamt Wolfenbüttel hat sich hierin
jedenfalls überhaupt nicht mit Ruhm bekleckert. Armes Niedersachsen!

Torsten

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