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März 2002

Subject: Re: DSL - ein Abenteuerroman
From: "Eugen Ernst" <Ernst@gmx.com>
Date: Mon, 25 Mar 2002 10:55:48 +0100
Message-ID: <a7ms9k$1vg$1@news.netplace.de>
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Hallo Sabine,

> Zwei Tage später war das Modem da. Aber kein Splitter. Eine Woche
> später: Kein Splitter. Wir rufen an, fragen nach

Das war der Fehler.

Rufe NIEMALS bei der Telekom an um nachzufragen. Wer das macht wird sofort
in eine schwarze "Nörgler und Nachfrager" Liste eingetragen. Danach wird
man weitergeleitet.

Nach dieser Weiterleitung befindet man sich allerdings nicht mehr bei der
Telekom, sondern bei einer outgesourcten Firma die nicht genannt werden
will. Dort sitzen Ex-Beamte, die unter einer Krankheit namens
Permanentsadismus leiden.

Diese haben nichts anderes zu tun, als ständig die Liste der "Nörgler und
Nachfrager" durchzugehen und wenn ihnen einer nicht passt oder schon
länger störungsfrei arbeitet, dann wird der Sachbearbeiter aktiv. Bei
guter Laune und schönem Wetter wird vielleicht nur eine falsche Rechnung
angestoßen, in härteren Fällen wird dann schon mal die Leitung abgeklemmt,
das DSL deaktiviert oder die Zustellung eines Splitters verhindert.

Und dann sitzt er, der Sadist, da und braucht nur noch zu warten, bis der
betroffene Kunde anruft. Dann geht der Tanz erst richtig los.

Von daher: NIEMALS da anrufen. Alle schlimmen Geschichten die man über die
Telekom hört, beginnen damit: "Ich habe angerufen".

Ich habe mein DSL im Internet bestellt. Ich bekam eine Auftragsbestätigung
und habe dann 7 (sieben) Montate gewartet. Ich weiß, sie wollten mich
damit auf die Probe stellen, aber ich habe nicht angerufen, ich nicht.
Nach 7 Monaten kam dann tatsächlich ein Brief, indem das Datum der
Umschaltung angekündigt wurde. Zwei Tage vor dem Termin traf die
komplette, bis heute funktionierende Hardware ein. Am angekündigten Tag
habe ich alles angeschlossen und es hat funktioniert!

Warum? Weil ich nicht angerufen habe!

Ein Freund von mir hat angerufen und seitdem wird sein DSL immer
langsamer.

Eine Freundin rief an und danach ist ihr Telefon verschwunden.

Ein ExFreund rief an und ist seitdem verschwunden!

RUFE nie die Telekom an.

Sende diesen Brief an 10 Freunde, die gefährdet sind. Rette sie!

mfg
Eugen
From: Thomas Dahmen <td.usenet@gmx.de>
Newsgroups: t-online.test
Subject: Frau beim TÜV
Date: Thu, 28 Mar 2002 11:32:03 +0100
Message-ID: <a7ure9$ir3$00$1@news.t-online.com>

[SN: Ob hier wohl getestet werden soll, wie leidensfähig die Leute vom
TÜV sind?]
Ich bin kein Frauenversteher. Ich verstehe diese weiblichen Wesen mit
ihren zarten Ausbuchtungen an gewissen Stellen ihrer liebreizenden
Körper einfach nicht, auch wenn sie meine Hirnanhangdrüse zu
Produktions-Sonderschichten anregen.

Ich sehe, wie eine dieser Frauen zu mir kommt und fragt:

"Duhu, mein Auto muß zum TÜV, wie geht'n das?"

Diese liebreizende Hilflosigkeit treibt die Antwort wie von selbst
aus meinem Munde:
"Wie, Du warst noch nie beim TÜV? Wie alt ist denn Dein Auto?"

"Mein Auto ist drei Jahre alt, und heißt Sven!"

"Aha, na dann brauchst Du Dir doch keine Sorgen machen, dass ist doch
ein Selbstläufer, kein Problem."

"Und wie geht das jetzt?"

"???"

"Wo muß ich denn da hin?"

"Zum TÜV."

"Wo ist der denn?"

"Im Ausschläger Weg, genaue Adresse und Telefonnummer steht im
Telefonbuch."

"Wo?"

"Okay, ich such' sie raus."

Augenaufschlag. "Danke!"

"Hier ist sie."

"Was muss ich denn da sagen?"

"Guten Tag!"

"Und dann?"

"Dann lässt Du Dir einen Termin geben, um Dein Auto vorzuführen!"

"Wie mach ich das denn?"

"Mündlich!" (Ich weiß auch nicht, warum ich gerade jetzt  an was ganz
anders denken muß...)

"Und wie teuer ist das?"

"Kannst Du doch gleich mit erfragen!"

"Geht das nicht billiger?"

"Du weißt doch noch gar nicht, wie teuer es wird."

"Sollte ich nicht lieber den TÜV in der Werkstatt machen lassen?"

"Klar, wenn Du zuviel Geld hast!"

"Ne, aber wenn nun was gemacht werden muß, dann können  die das doch
gleich mit machen."

"Wie alt war Dein Hobel noch gleich?"

"Mein Auto heißt Sven, und ist drei Jahre alt."

"Und was bitteschön, soll an einem drei Jahre alten Auto  defekt sein?"

"Weiß ich doch nicht!"

"Ist Dir denn irgend etwas aufgefallen, was nicht funktioniert?"

"Nein, aber kann doch trotzdem sein."

"Na, die einfachen Sachen wie Beleuchtung kannst Du doch wohl selbst
kontrollieren, oder?"

"Wie denn, ich sitze doch im Auto."

"????"

"Und was machen die so beim TÜV?"

"Zuerst fährst Du zur Beleuchtungs- und Bremskontrolle."

"Ich will aber nicht fahren, können die das nicht machen?"

"Wenn Du freundlich fragst, wird Dir sicher jemand helfen."

"Und wenn nicht?"

"Dann musst Du nur das tun, was der Prüfer Dir sagt."

"Was denn?"

"Na, Licht anschalten, und so weiter." Meine Gedanken  schweifen ab.
Ich sehe Sie beim TÜV. Sie mit ihrem *Sven* in der Halle beim TÜV...


... Prüfer: "Bitte das Abblendlicht einschalten!"
Scheibenwischer gehen an.

"Licht bitte, nicht den Scheibenwischer!"
Scheibenwischer auf Stufe zwei.

"Licht bitte!"
HUUUUUUP!
Prüfer macht einen Haken an Prüfpunkt *Signalhorn*.

"Können Sie jetzt bitte das Abblendlicht einschalten?"
Licht geht an.

"Jetzt bitte Fernlicht!"
Scheibenwisch-Wasch-Automatik reinigt die Frontscheibe.

"Fernlicht bitte!"
Scheibenwischer aus, Nebelleuchten an.

"Das Fernlicht bitte!"
Nebelleuchten und Fernlicht an.

"Danke, jetzt bitte Blinker rechts!"
Scheibenwischer wieder an.
"Tschuldigung!"
Blinker links an.
"Und jetzt bitte Blinker links!"
Rechter Blinker an.

"Warnblinklicht!"
Gebläse Stufe drei.
"Warnblinker bitte!"
Alle Lichter aus, Warnblinker an.

Prüfer geht zum Heck von *Sven*.
"Bitte Fahrlicht einschalten!"
Scheibenwischer an.
"Fahrlicht bitte!"
Licht an, kurzes Hupen.

"Danke, jetzt rechts blinken!"
Heckscheibenwischer an.
"Bitte rechts blinken!"
Rechter (man glaubt es nicht!) Blinker an.
"Danke, jetzt links!"
"Was denn links?"
"Blinken!"
Rechter Blinker an.
"Links bitte!"
"Hab' ich doch!"
"Andere Seite!"
HUUUUP!
"Bitte links blinken!"
Linker Blinker an.

"Warnblinker bitte!"
Warnblinker an, Prüfer überrascht.

Prüfer geht zur Motorhaube von *Sven*.
"Bitte Motorhaube auf!"
"Bitte?"
"Die Motorhaube bitte entriegeln."
"Wie denn?"
"Da ist ein kleiner Hebel, den bitte ziehen!"
Tankdeckel schwenkt auf.
"Den anderen!"
Kofferraum wird entriegelt.
"Den anderen, vorne im Fußraum!"
"Aua, mein Fingernagel!"
Motorhaube auf.

Prüfer beugt sich in den Motorraum.
HUUUUP!
Prüfer stößt sich den Kopf.
"Tschuldigung!"
Prüfer schließt die Motorhaube und kommt an die Fahrertür.

"Bitte aussteigen!"
"Aber ich hab' mich doch entschuldigt...!"

"Ich möchte den Wagen zum Bremstest fahren, also steigen Sie bitte aus!"

Prüfer schwingt sich in *Sven*, startet den Motor und fährt
zumBremstest.
Sie bleibt irritiert stehen. Hinterradbremstest. Sie steht noch immer
wie angewurzelt. Prüfer beugt sich aus dem Fenster.

"Sie können schon mal durch den Gang in die andere Halle gehen, ich
komme
da gleich hin!"

"Bin ich schon fertig?"

"Nein, er muß noch auf die Bühne, und ASU fehlt auch noch!"

"Wohin soll ich gehen?"

"Da durch die Tür, den Gang geradeaus in die andere Halle am Ende des
Ganges, ich komme gleich dahin!"

"Und mein Auto?"

"Damit fahre ich in die andere Halle."

Sie geht durch den Gang in die andere Halle und stellt sich auf
denfreien Platz. Der Prüfer kann durch eine Vollbremsung gerade noch
verhindern, daß er Sie auf dem Weg auf die Bühne umfährt.
Sie springt erschrocken zu Seite, und hält sich an den
Betätigungsknöpfen der benachbarten Hebebühne fest, die sich sogleich
auf den anderen Prüfer und den Fahrer des gerade geprüften Autos herab
senkt.
Nur durch einen beherzten Sprung des leichenblassen Prüfers von *Sven*
zum Notaus-Knopf wird Schlimmeres verhindert. Mit leichtem Kopfschütteln
krabbeln die beiden Männer unter der benachbarten Bühne hervor und
setzen die Prüfung fort.

Unser Prüfer ist noch immer blass, als er *Sven* auf die  jetzt freie
Bühne fährt. Er steigt aus und fährt *Sven* hoch. Mit einer  Lampe
und dem Prüfbogen verschwindet der Prüfer unter *Sven*. Die Prüfung der
Vorderradaufhängung mittels der pneumatischen Rütteleinrichtung wird
abrupt durch einen markerschütternden Schrei gestoppt.

Irritierte Blicke der beiden Prüfer und des Herren vom Auto nebenan.

"Was tun Sie da? Sie machen mein Auto ja kaputt! Lassen Sie das
gefälligst!"

"Aber ich muß doch die Achse prüfen, und das ist die dazu vorgesehene
Einrichtung!"

Ich bewundere schon die Geduld dieses Mannes, aber  wahrscheinlich ist
er verheiratet oder wenigstens fest liiert. Oder schwul.

"Aber das sieht gefährlich aus."

"Frollein, wenn Sie das nicht sehen können, gehen Sie doch in die
Wartehalle und trinken einen Kaffee!"

"Und Sie reißen hier an meinem Sven herum, wie?"

"Ich mache nur meinen Job."

"Ich bleibe!"

"Gut, aber ich muß jetzt die Vorderachse prüfen."

"Seien Sie vorsichtig!"

"...."

Nachdem auch diese Prüfung bestanden ist, wird *Sven* wieder auf die
eigenen Räder gestellt.

"Jetzt fahren Sie bitte hier heraus, dann rechts um die Halle zur ASU."

"Wohin?"

"Zur ASU!"

"Links?"

"Nein, rechts herum bitte!"

"Nicht links?"

Prüfer geht schweigend zur ASU-Halle. Sie steigt in *Sven* ein, und
dreht den Zündschlüssel herum. Diesel haben einen bauartbedingt
kräftigen Anlasser, der ein Auto mit eingelegtem Gang zwar ruckelig,
aber immerhin vorwärts bewegen kann. Zum Glück ging der Prüfer
seitlich versetzt, und zum weiteren Glück war das Tor bereits hoch
gefahren...  Sie tritt mit errötetem Gesicht die Kupplung und lässt
*Sven* an.
Nachdem der Dieselmotor drehzahlmäßig wieder unter die kritische Marke
gefallen war, hupte Sie kurz, ließ das Beifahrerfenster herunter und
fragte den Prüfer:
"Wohin noch mal? Links?"

"Rechts um die Halle zu ASU, an der Halle steht ein großes Schild mit
*ASU-Prüfung HIER* drauf, Sie werden es schon finden. Ich warte dort
auf Sie."

Ich fange an, die Geduld dieses Mannes aufrichtig zu  bewundern. Sie
schaffte es tatsächlich, sich auf dem weitern Weg nur noch einmal zu
verfahren (sie landete erneut in der Halle für die Beleuchtungs- und
Bremsprüfung), um dann schließlich vor der ASU-Halle zum Stehen zu
kommen.

"Lassen Sie den Motor bitte an, damit er warm wird!"

Vollgas im Leerlauf.

"Es reicht, wenn sie ihn einfach im Standgas laufen lassen!" schreit
der Prüfer gegen *Sven* im roten Drehzahlbereich an.

"WAS?"

"S-T-A-N-D-G-A-S!"

*Sven* beruhigt sich wieder.

"So, bitte vorfahren, Motor anlassen"

"Wieso, der Motor ist doch an?!?"

"Fahren Sie bitte vor...!"

Unter einem aus technischer Sicht extrem ungünstigen Verhältnis von
Drehzahl zu Geschwindigkeit bedingt durch schleifende Kupplung bewegt
*Sven* sich langsam in die angewiesene Position. Sie stellt den Motor
aus.

"Ich bat Sie doch, den Motor laufen zu lassen!"

"Tschuldigung..."

Nachdem *Sven* sich wieder beruhigt hatte, tat der Prüfer, was der
Job von ihm verlangte. Sie stand mit einer anteilig schwankenden
Mischung aus Neugier, Furcht und Argwohn daneben. Gerade überwog der
Argwohn-Neugieranteil, und sie drückte zeitgleich mit der Frage
"Was ist denn das für ein Knopf?"
auf den Reset-Knopf des Prüfgerätes. Der Prüfer wurde jetzt etwas
blass, denn die Prüfung war fast am Ende, als dies passierte. Jetzt
musste er noch einmal von vorne beginnen. Ihn war anzusehen, dass
aufsteigende Mordlust seine Gesichtszüge formten. Schließlich gelang
aber auch diese Prüfung, und *Sven* bekam seine Plaketten.

Über das weitere Schicksal des Prüfers ist nichts Neues bekannt,
zuletzt meldete er sich aus der Karibik, wo er als Nachttopfreiniger
einer lohnenden Tätigkeit nachgeht.
Newsgroups: de.rec.fahrrad
Subject: Re: Helme, ich bin verwirrt...
From: Thorsten Lange <lange@lmr.khm.de>
Date: 27 Mar 2002 18:15:46 +0100
Message-ID: <yksn0wudj99.fsf@kalif.l4mr.de>
Michael Schmittel <Michael@Schmittel.de> writes:

> Elke Bock <e.bock@gmx.de> schrieb:
>
> >Ich bin da eher Typ C, und würde mich fürchterlich ärgern,
> >wenn ich so ein Ding längere Zeit umsonst (ohne Unfall, ohne
> >Kopf-Boden-Berührung) getragen hätte.
>
> Dieser Logik zufolge ist die Nutzung von Condomen und
> Sicherheitsgurten auch Quatsch.

Stimmt. Ich würde mich auch fürchterlich ärgern, wenn ich längere Zeit
ein Kondom getragen hätte, ohne Sex zu haben.

SCNR,
Thorsten
From: Jakob Creutzig <creutzig@minet.uni-jena.de>
Newsgroups: de.alt.fan.tolkien
Subject: Re: End-Kampf gegen Sauron am Ende des 2. Zeitalters?
Date: Thu, 28 Mar 2002 10:14:36 +0100
Message-ID: <a7umtt$drs$2@fsuj29.rz.uni-jena.de>

[submitter' note: Irrelevantes gesnipt]
Rainer Knaepper wrote:

> Nein, in keiner Hinsicht. Der Eine Ring gehört Sauron. Im Rat bei Elrond
> ist das Problem ausführlich erklärt.

Ein furchtbar unmoralisches Buch. Diebstahl (na gut, im Vorgaenger),
mutwillige Zerstoerung fremden Eigentums, mehrfache Missachtung des
Hausrechtes, Androhungen koerperlicher Gewalt gegen Behinderte (ich
zaehle Gollum einfach 'mal dazu, schon wegen den Nachwirkungen der
Folterungen), haufenweise juristisch ungeklaerte Toetungsdelikte
(waren die Uruk-Hai legitime Vertreter der Staatsgewalt innerhalb des
Regierungsbezirkes Isengart?), und die Helden eine Vagabundentruppe,
die sich durch's Land schnorrt.

Meine Kinder werden sowas nie zu lesen bekommen.

Best,
Jakob
From: Christian Luetgens <christian.luetgens@t-online.de>
Newsgroups: de.etc.fahrzeug.auto
Subject: Re: Lichtzeichen - was ist was ?
Date: Sat, 30 Mar 2002 12:39:05 +0100
Message-ID: <m06bau8bn9vcus3kr5cage5rptaqailgu1@4ax.com>
Am Sat, 30 Mar 2002 01:54:53 +0100 schrieb "Stephan Jaschek"
<Stephan_Jaschek@gmx.de>:

>als ich heute wieder ein paar Kilometer auf der Autobahn geheizt bin, habe
>ich mich gefragt, was mir manche Leute mit ihren Lichtzeichen sagen wollen.

_Seminar F-37003: Nonverbale Kommunikation im Straßenverkehr (zwei
Einheiten, Praxiserfahrung vor Teilnahme an der zweiten Einheit wird
vorausgesetzt)_

0. Einleitung zweiter Teil.

Lichtzeichen sind in unserer schnellen Welt ein gern und oft genutztes
Mittel, nonverbale Kommunikation durchzuführen. Ihr Einsatz ist gerade
Straßenverkehr angebracht, da in modernen Autos eine nonverbale
Lichtzeichenkommunikation möglich ist, ohne die Verkehrssicherheit zu
gefährden.

Allerdings gibt es beim Einsatz der verschiedenen
Beleuchtungseinrichtungen im Auto zur Kommunikation einiges zu
bedenken. Diese Seminarreihe soll Ihnen die Möglichkeit geben,
verschiedene Lichtzeichenkommunikationstechniken zu erlernen.

Nachdem wir im ersten Abschnitt gelernt haben, welche Schalter für
Leuchtzeichen vom Fahrer benutzt werden können, geht es in diesem
Abschnitt darum, die Semantik der Lichtsignale zu beleuchten.
Voraussetzung ist die erfolgreiche praktische Erprobung der Kenntnisse
aus dem ersten Theorieteil.

>Beispiel 1:
>Ich komm auf einer 2-spurigen Autobahn auf der linken Spur mit 210
>angeflogen und auf der rechten Spur zieht circa 60-70  Meter vor mir einer
>mit schätzungsweise 140 auf meine Spur, weswegen ich direkt stark in die
>Eisen ging und sein verhalten mit Lichthupengewitter quittierte, woraufhin
>aus dem Auspuff von dem Diesel des Träumers eine dicke Qualmwolke kam *g*.

1. Die Lichthupe.

Der Einsatz der Lichthupe bietet sich in den meisten Fällen an.
Während dem Blinker beispielsweise durch seine Regelmäßigkeit eine
hypnotische Monotonie nachgesagt wird, läßt sich die Lichthupe schnell
und effizient einsetzen. In Fachkreisen wird besonders ein Vorteil der
Lichthupe immer wieder hervorgehoben: Anders als die
Rückfahrscheinwerfer läßt sich die Lichthupe auch ohne Getriebeschaden
während der Fahrt einsetzen. Kenner der Szene vermuten gar, daß der
Einsatz der Armaturenbeleuchtung völlig wirkungslos verpuffen würde,
während die Lichthupe außerhalb des Fahrzeugs deutlich besser gesehen
wird.

Bei Einsatz der Lichthupe auf der Autobahn sind im Allgemeinen
folgende Bedeutungen üblich:

1.a Kurzes Aufblenden bei korrektem Sicherheitsabstand auf der linken
Spur: "Ich habe in der Fahrschule aufgepaßt und teile hiermit
StVO-konform meine Überholabsicht mit."

1.b Langes Aufblenden bei gleichzeitigem Bremsmanöver, um den
korrekten Sicherheitsabstand zu wahren: "Ich habe in der Fahrschule
aufgepaßt und bin ein aufmerksamer Fahrer. Außerdem bedanke ich mich
bei Ihnen dafür, daß Sie meinen Bremsweg so kurz einschätzen.
Nichtsdestotrotz wäre es noch netter gewesen, wenn Sie vor dem
Ausscheren in den Rückspiegel gesehen hätten. Und jetzt hätte ich dann
gern irgendwann mal überholt."

1.c Blitzlichtgewitter bei gleichzeitigem Bremsmanöver, um den
korrekten Sicherheitsabstand zu wahren: "Ich fahre für meinen
Gemütszustand viel zu schnell. Wenn mich ein Bremsmanöver schon so aus
der Fassung bringt, sollte ich besser langsamer fahren. Bitte bleibe
möglichst lange vor mir, damit ich wieder zur Ruhe komme."

1.d Blitzlichtgewitter bei zu geringem Sicherheitsabstand: "Ich habe
in der Fahrschule nicht aufgepaßt und meinen Führerschein im Lotto
gewonnen. Aber das ist egal, weil ich einen $MARKE fahre und sowieso
ein viel besserer Fahrer bin als alle anderen auch. Also verpiß Dich."
(Die Erfahrung zeigt, daß dies meist keine deeskalierende Wirkung
hat.)

1.e Blitzlichtgewitter bei viel zu geringem Sicherheitsabstand: siehe
1.d, allerdings zeigt dies gar keine Wirkung, da der Vordermann die
Scheinwerfer nicht mehr im Rückspiegel erkennen kann.

>Als ich dann dicht hinter ihm war, macht er den Warnblinker an und schert
>nach rechts ein, nachdem er das Fahrzeug welches er überholen wollte,
>passiert hat. Nun frage ich mich, was es mit dem Warnblinker auf sich hat.
>Ist das ein allgemeingültiges Zeichen für "Entschuldigung" oder soll das
>eher heissen "was fährste so schnell, du hast sie doch nicht mehr alle"
>(wobei anzumerken wäre, daß da kein Tempolimit war).

2. Der Warnblinker.

Der Warnblinker wird üblicherweise dazu eingesetzt, den nachfolgenden
Verkehr auf verkehrssicherheitsrelevante Beeinträchtigungen
hinzuweisen. Seine Bedeutung ist stark von der Situation abhängig,
eine eindeutige Definition ergibt sich meist aus der Verkehrslage
selbst und kann reichen von "Vorsicht, ich mache die Vollbremsung
nicht zum Spaß sondern wegen des STAUS, der da vorne ist" über "Ja,
ich habe den !"§$%!"§$% ADAC schon gerufen, mein nächstes Auto wird
ein Toyota" bis hin zu "heute brauchte ich gerade keinen neuen
Kofferraum, aber nächstes mal bremse ich, versprochen".

>Beispiel 2:
>Nachts, ebenfalls 2-spurige Autobahn, kein Tempolimit, ich auf der linken
>Spur mit Licht und Nebelscheinwerfern um besser gesehen zu werden und den
>Leuten zu zeigen, daß sie es sich besser überlegen sollten kurz vor mir von
>der rechten auf die linke Spur zu wechseln. So fahr ich denn also wieder so

3. Die Nebelscheinwerfer.

Kommen wir nun zu einem heiklen Thema.

Nebelscheinwerfer wurden entworfen, um auch bei schlechten
Sichtverhältnissen sicher zu fahren. Nebelscheinwerfer leuchten im
Idealfall den Nahbereich vor der Motorhaube aus. Üblicherweise sind
sie unter den Hauptscheinwerfern angebracht, um wenn möglich unter dem
Nebel hinwegzuleuchten. Korrekt eingestellte Nebelscheinwerfer, die im
richtigen Moment zum Einsatz kommen, sind blendfrei und effektiv.

Nichtsdestotrotz hat es sich eingebürgert, die Nebelscheinwerfer auch
ohne Sichtbehinderung einzusetzen. Dies erfolgt meistens aus einem nur
zu menschlichen Bedürfnis heraus: Sich selbst der Umwelt mitzuteilen.
Dabei sind folgende Bedeutungen üblich:

3.a Nebelscheinwerfer mit Standlicht: "Ich hätte gern ein
tiefergelegtes Auto, kann mir aber keins leisten". (Alternativ auch:
"Ich habe ein tiefergelegtes Auto, schleife aber bei jeder Bodenwelle
auf der Fahrbahn... die Nebelscheinwerfer habe ich an, weil der Wagen
damit noch tiefergelegt aussehen soll. Hoffentlich versinke ich gleich
im Boden, Mann ist mir das peinlich.")

3.b Nebelscheinwerfer mit Abblendlicht bei Tag: "Ich kann mich nicht
erinnern, hier irgendwas eingeschaltet zu haben."

3.c Nebelscheinwerfer mit Fernlicht bei Tag: "Was für einen Schein
soll man zum Fahren brauchen?"

3.d Nebelscheinwerfer mit Abblendlicht bei Nebel: "Ja, ich weiß wofür
Nebelscheinwerfer gut sind."

3.e Nebelscheinwerfer mit Standlicht bei Nacht: "Boh, ey, bin ich
cool, ey, boah..." (Eine Steigerung ist durch den Einsatz farblich von
der Norm abweichender Leuchtmittel möglich. Eine weitere Steigerung
ergibt sich beim Rückgriff auf nicht zugelassene
Beleuchtungseinrichtungen. Eine Entfernung aus dem Genpool erfolgt
durch die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer jedoch meistens
nicht und muß ggf. manuell vorgenommen werden, um einer Ghettoisierung
der Dummheit vorzubeugen.)

3.f Nebelscheinwerfer mit Abblendlicht bei Nacht: "StVO ist nur was
für Anfänger! Ich bin der beste! Ja! Mach Dich da weg! Ich hab mehr
Licht als Du, also hast Du gar kein Recht, hier irgendwas zu wollen,
Penner! Ich kann schon ganz allein das Gaspedal treten! Ja! Ich bin
der Held! Ja! [...]"

3.g Nebelscheinwerfer mit Fernlicht bei Nacht: "Wieso 'sinnlos'? Die
Nebelscheinwerfer sind doch dafür da, daß man weiter gucken kann!"

>meine 210 km/h und laufe langsam aber sicher auf nen BMW (niederländisches
>Kennzeichen) auf, der circa 180 fährt. Nachdem ich so eine halbe Minute
>hinter ihm hergefahren bin und er mehrere Möglichkeiten rechts einzuscheren
>(die Lücken waren groß genug) ignoriert hat und mich nicht vorbeigelassen
>hat, war es mir zu blöd und ich setzte zusätzlich den Blinker links.

4. Der Blinker.

Vom Gesetztgeber sind viele Gelegenheiten vorgesehen, den Blinker
einzusetzen. Allen Gelegenheiten gemein ist, daß der Blinkereinsatz
mit einer Richtungsänderung oder einem Spurwechsel verbunden ist. In
diesen Fällen ist der Inhalt des nonverbalen
Beleuchtungsmittelkommunikationseinsatzes klar: Anderen
Verkehrsteilnehmern wird mitgeteilt, daß eine bestimmte Änderung der
Fahrtrichtung erfolgen wird.

Daneben gibt es jedoch noch andere Möglichkeiten, den Blinker für
einen kleinen nonverbalen Schwatz anzuwenden.

4.a Dauerblinken ohne Fahrtänderung: "Ich kann mich nicht erinnern,
hier irgendwas eingeschaltet zu haben." (vgl. 3.b). Alternativ:
"Hallo, Herr Mechaniker. Da blinkt immer so ein komisches Licht über
dem Tacho, was könnte das sein?"

4.b Links blinken auf der linken Spur (BAB) bei korrektem
Sicherheitsabstand: "Ich habe zwar die StVO nicht verstanden, möchte
aber trotzdem überholen. Fahr mal rechts rüber, wenn's paßt."

4.c Links blinken auf der linken Spur (BAB) bei zu geringem
Sicherheitsabstand: "Woher soll ich wissen, was Nötigung ist? Bin ich
Jesus oder was, hab ich ein Loch in der Hand? Mach Dich da weg,
Pisser!" (vgl. 3.f).

4.d Links blinken auf der linken Spur (BAB) ohne Sicherheitsabstand:
"Was soll das heißen, der kann meinen Blinker eh nicht sehen? Ich fahr
doch einen $MARKE."

Ausfahrt an der ich rausmusste. Dort holte mich der BMW dann wieder ein und
>kurz bevor er mich überholte (er auf der rechten Spur und ich auf den
>Vetzögerungsstreifen) betätigte er ein paarmal die Lichthupe. Was will mir
>das sagen? Meinte er "Gute Fahrt noch" oder "du Idiot, das überholen hat dir
>ja quasi nix gebracht".

Nachtrag zum Thema Lichthupe.

1.f Mehrfaches kurzes Aufblenden der Lichthupe nach sinnlosem
Überholmanöver: "Ich könnte auswandern und eine andere
Staatsangehörigkeit annehmen. Dann wäre ich kein Niederländer mehr.
Ich könnte auch meinen Führerschein machen und wüßte dann, was die
StVO ist. Ich könnte sogar beim nächsten Tanken daran denken, wieviel
man spart, wenn man auf sinnlose Überholmanöver verzichtet. Aber Du
wirst immer ein Idiot bleiben, und daran wird sich niemals was
ändern."

Ich hoffe, unser kurzes Seminar hat Ihnen Spaß gemacht. Probieren Sie
jetzt gern in der Praxis alle oben angeführten Techniken aus. Sie
werden sehen: Bei korrektem Einsatz der nonverbalen Kommunikation
werden Sie gelassen und sicher ans Ziel kommen, immer in dem
Bewußtsein, einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur
Verkehrssicherheit geleistet zu haben.

Bye,
Christian
Newsgroups: de.comm.provider.usenet
Subject: Re: Newsserver in Greece
From: Hans-Georg Bickel <75337.1444@compuserve.com>
Date: Fri, 29 Mar 2002 12:40:33 +0100
Message-ID: <a81jrc$oip27$2@ID-108823.news.dfncis.de>
Sven Gottwald <svengo@expires-2002-03-31.arcornews.de> wrote:

>* Quoting Hans-Georg Bickel <75337.1444@compuserve.com>:
>> "Daniel" <barbaros@freemail.gr> wrote:
>>
>>>suche newsserver in Griechenland, oder nach andere newsserver.....den ich
>>>bin mit dem Angebot von t-Online nicht sehr zufrieden!
>>
>> Warum muß es denn unbedingt einer in Griechenland sein? Oder
>> kommt es Dir auf die grk.-Hierarchie an?
>>
>> Wenn nein, probier mal: http://news.cis.dfn.de
>
>Da gibt's aber keine Titten-Bilder.

Das halte ich für ein Gerücht.

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|( Y )|
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HG,
SCNR

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